Mittwoch · 18.03.2026 · 18:00 Uhr
Dr. Bettina Tremmel (LWL-Archäologie für Westfalen, Münster)
Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte
kelten römer museum manching · Im Erlet 2 · D-85077 Manching
Vor 2000 Jahren ging die 19. Legion in der verhängnisvollen Varusschlacht unter, auch bekannt als Schlacht im Teutoburger Wald. Der konkrete Ort ihrer vollständigen Vernichtung konnte bis heute immer noch nicht zweifelsfrei lokalisiert werden, ganz im Gegensatz zu ihrer letzten Truppenbasis, die seit mittlerweile 125 Jahren im westfälischen Haltern am See ausgegraben wird.
Highlight des spannenden und reich bebilderten Vortrags von Bettina Tremmel wird die Vorstellung eines kunstvoll verzierten Dolches mit Dolchscheide aus Haltern sein, das militärische Statussymbol eines römischen Legionärs. Vor sieben Jahren wurde er zusammen mit dem zugehörigen Militärgürtel im römischen Gräberfeld von Haltern entdeckt. Dieses Ensemble gehört zu den besterhaltenen im gesamten Imperium Romanum.
Bei jüngeren Ausgrabungen im Legionslager kamen zudem zwei Eisenhelme und 82 Schleuderbleie zutage. Bei den Helmen handelt es sich um sogenannte Halbfabrikate, die vor ihrer endgültigen Fertiggestellung entsorgt worden waren. Warum die Schleuderbleie im römischen Straßengraben landeten und liegen blieben, wird sich nicht mehr endgültig klären lassen. Da sich bei allen Stücken die Frage stellt, warum sie vor 2000 Jahren in den Boden gelangte, sollen mögliche Szenarien ebenfalls Thema des Abends sein.
Der Vortrag gehört zum Rahmenprogramm der aktuellen Modell- und Mitmachausstellung »Roms Armee im Feld«, die nur noch bis zum 22.03.2026 zu besichtigen ist. Die Sonderausstellung ist am 18.03.2026 bis zum Beginn des Vortrags geöffnet. Eine Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung ist nicht erforderlich.

© LWL-Archäologie für Westfalen / Foto: Stefan Brentführer
