Hervorgehobener Beitrag

FÜR DIE ZUKUNFT LEBENDIG

Der Keltisch-Römische Freundeskreis – Heimatverein Manching e.V., kurz KRFK,  wurde am 25. Oktober 1984 durch Herbert Mayr als anerkannter, gemeinnütziger Verein gegründet.

Der Verein hat sich das Ziel gesetzt, die herausragende historische Bedeutung des keltischen Oppidums Manching und des Römerkastells für die Zukunft lebendig zu erhalten und in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit zu bringen.

Dies wurde zunächst erreicht durch die Einrichtung eines Heimatmuseums in Manching, dem Vorläufer des neu gegründeten heutigen Kelten Römer Museums Manching. Führungen, Vorträge und Studienfahrten sowie die Unterstützung des Museumsbeim Betrieb des Museums-Cafes, bei der Museumsaufsicht sowie bei der Organisation und Durchführung der Museumsfeste sind ebenfalls Teil des vielfältigen Aufgabenbereiches des Keltisch-Römischen Freundeskreises.

Wenn Sie Gefallen und Interesse an unserem Verein haben und als aktives oder förderndes Mitglied beitreten wollen, so sind Sie jederzeit herzlich willkommen. Zu diesem Zweck drucken Sie bitte die nachfolgende Beitrittserklärung aus und senden diese an folgende Adresse:

Keltisch-Römischer Freundeskreis Heimatverein Manching e.V.
c/o Dr. Georg Schweiger
Steinwies 22
84077 Manching

ACHTUNG: Veranstaltungen und Führungen des kelten römer museums vorerst abgesagt/verschoben!

Aufgrund der aktuellen Ausbreitung des Corona-Virus sieht sich das kelten römer museum manching leider dazu gezwungen, die öffentlichen Veranstaltungen zu verschieben bzw. abzusagen. Dies gilt vorerst bis zum Ende der Osterferien am 19.04.2020 und betrifft folgende Termine:

Mittwoch, 18.03.2020
Der kostenfreie Abendvortrag von Prof. Dr. Markus Trunk zum Thema „Segobriga: Vom keltiberischen Oppidum zur römischen Stadt“ wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Sonntag, 29.03.2020
Die offene Sonntagsführung „Keltengold und Römerboote“ entfällt ersatzlos.

Freitag, 03.04.2020
Der Science Slam „HEUREKA!“ wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Die bereits verkauften Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit, oder können gegen Erstattung des Eintrittspreises zurückgegeben werden.

Das Museum bleibt vorerst zu den üblichen Zeiten geöffnet. Sie sollten sich vor einem Besuch informieren, ob diese Regelung weiter Bestand hat.

Bis zum 19.04.2020 werden allerdings keine Führungen und Workshops angeboten. Bereits gebuchte Programme können nach Absprache zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Diesbezüglich erteilt das Museum unter 08459/32373-0 und info@museum-manching.de nähere Auskunft.

Das kelten römer museum wird die Besucher über Homepage (www.museum-manching.de) und Facebook-Profil (www.facebook.com/keltenroemermuseum) weiterhin auf dem Laufenden halten.

Ziel der Maßnahmen ist es, die Verbreitung des Corna-Virus einzudämmen, um so die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems zu gewährleisten und insbesondere Risikogruppen wie ältere und vorerkrankte Menschen vor einer Ansteckung zu schützen.

Science Slam „HEUREKA! Wissenschaft trifft Humor“

wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt – Die bereits verkauften Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit, oder können gegen Erstattung des Eintrittspreises zurückgegeben werden.
Eintritt: 8 Euro


Raus aus dem Elfenbeinturm, rauf auf die Bühne! Wissenschaftliche Forschung ist oft zu faszinierend, kurios und witzig, um in Laboren, Bibliotheken und Archiven zu verstauben. Daher begibt sich das kelten römer museum am Freitag, den 3. April 2020, beim 1. Manchinger Science Slam „HEUREKA!“ auf humoristische Pfade. Seriöse Wissenschaft, aber unterhaltsam präsentiert.

Mit Philipp Gadow (München), Sebastian Huncke (Münster), Jessica Laxa (Deggendorf), Matthias Mader (Garching), Ulrike Neumann (Wien) und Claudia Wick (München) treten sechs Kandidatinnen und Kandidaten aus unterschiedlichen Fachrichtungen gegeneinander an. Bei ihrem Wettkampf heißt es durch absonderliche Themen, knackige Kurzvorträge und mitreißende Präsentationen zu überzeugen. Das bunte Spektrum reicht von aberwitzigen Vogelstimmen bei antiken Gelagen bis hin zu stereotypen Vorstellungen über die Digitalisierung im ländlichen Raum.

Wer am Ende die Trophäe des Abends – das „kultige Siegesbäumchen“ – gewinnt, entscheidet das Publikum. Da lacht der Imperator, und der Druide wundert sich!

Karten sind zum Preis von 8 Euro an folgenden Vorverkaufsstellen zu erwerben:

Manching:
kelten römer museum (Im Erlet 2)
Lotto-Ecke Käßer (Geisenfelder Str. 12)
Schreibwaren Rohm (Ingolstädter Str. 24)
Schreibwaren Legner (Schlosserstraße 1)

Ingolstadt:
Stadtarchiv Ingolstadt  / Historischer Verein (Auf der Schanz 45)

Kostenfreier Vortrag „Aus Barbaren werden Römer: Segobriga – Vom keltiberischen Oppidum zur römischen Stadt“

wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt
Prof. Dr. Markus Trunk (Universität Trier)

Nach Hispanien eingewanderte Kelten vermischten sich in vorrömischer Zeit mit einheimischen Iberern. Diese von den Römern „Keltiberer“ genannten Stämme leisteten der römischen Eroberung lange Zeit energischen, wenn auch letztlich erfolglosen Widerstand. Schließlich veränderten auch die keltiberischen Siedlungen ihr Gesicht und wurden zu römischen Städten.

Am Beispiel von Segobriga auf der kastilischen Hochebene lässt sich dieser städtebauliche Wandel besonders gut nachvollziehen. Er setzte in der Regierungszeit des Kaisers Augustus ein, die Charakteristika des keltiberischen Ortes verschwanden völlig. An seiner Stelle entstand eine römische Musterstadt mit Forum, Thermen, Theater, Amphitheater und sogar einem Circus für Pferderennen. Vom neuen Selbstverständnis der Bewohner als römische Bürger legen Statuen und Inschriften eindrucksvoll Zeugnis ab.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist am 18. März 2020 bis zum Beginn des Vortrages geöffnet.

1000 km und noch kein Ende – Der Donaulimes auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe

Mittwoch, 12.02.2020, 18:00 Uhr
Prof. Dr. C. Sebastian Sommer (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, München)

Des Römers liebste Grenzen waren große Flüsse. Nur dann, wenn keine solchen zur Verfügung standen, bauten sie die für uns heute so spektakulären Landgrenzen, wie den Obergermanisch-Raetischen Limes in Deutschland, die Hadriansmauer in England und den Antoninuswall in Schottland mit ihren physischen Barrieren. An den Flussgrenzen bildete dagegen der Fluss selbst die „Bremse“, die zu kontrollieren war und die den Gegner aufhalten sollte.

An der Donau, deren erste 1000 km lange Strecke nun von Deutschland, Österreich, der Slowakei und Ungarn mit einem aufwändigen Antrag als UNESCO-Welterbe nominiert wurde, errichtete man vom 1. bis zum 5. Jahrhundert – wie Perlen an einer Kette gereiht – Legionslager, Hilfstruppenkastelle und Wachttürme samt den zugehörigen Einrichtungen der Infrastruktur. Thema des Vortrags wird neben dem Donaulimes selbst der komplizierte Weg zum UNESCO-Welterbe sein.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist bis zum Beginn der Veranstaltung geöffnet.

Kostenfreier Vortrag „Mauern – Gruben – Tore. Das keltische Oppidum von Kelheim“

Mittwoch, 22.01.2020, 18:00 Uhr
Dr. Bernd Sorcan (Archäologisches Museum Kelheim)

Das keltische Oppidum Alkimoennis – der Name ist durch den antiken Geographen Ptolemaios überliefert – erstreckte sich in strategisch günstiger Lage von der Altstadt Kelheims über den Michelsberg bis hin zum Eingang des Donaudurchbruchs bei Weltenburg. Mit einer Innenfläche von über 600 Hektar war es eines der flächengrößten Oppida Deutschlands. Alleine die umgebenden Mauen hatten eine Gesamtlänge von rund 10 Kilometern.

War Alkimoennis also ein Oppidum der Superlative? Bislang erfolgten leider nur kleinere archäologische Ausgrabungen und Notbergungen. Dennoch lassen sich zusammen mit Zufalls- und Lesefunden wichtige Fragen beispielsweise zur Siedlungsstruktur, Wirtschaftsweise oder zu umweltbeeinflussenden Faktoren beantworten. Bernd Sorcan wird in seinem Vortrag einen spannenden Überblick zum aktuellen Wissensstand über das Oppidum zwischen Donau und Altmühl mit seinen heute noch gut sichtbaren Mauern, Gruben und Toren geben.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist bis zum Beginn der Veranstaltung geöffnet.

Weihnachtsbazar mit Begleitprogramm

Das kelten römer museum manching und der Keltisch-Römische Freundeskreis Manching e.V. laden Euch am Sonntag, den 15. Dezember 2019, ab 10:00 Uhr wieder zu einem großen Weihnachtsbazar mit Begleitprogramm ein.

ganztägig: Flohmarkt sowie Kuchen und Glühweintisch

11:00 und 13:00 Uhr: Die Geschichtenerzählerin Ulrike Mommendey trägt winterliche und weihnachtliche Märchen vor.

14:00 Uhr: „Tränen der Götter – Dein Bernsteinamulett“
Workshop für Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren

15:30 Uhr: Offene Führung „Keltengold und Römerschiffe“

Musik: Die Krautbläser spielen Weihnachtslieder.

Die Mysterien des Mithras – Ein orientalischer Kult in Konkurrenz zum Christentum

Kostenfreier Abendvortrag:
Prof. em. Dr. Peter Herz(Universität Regensburg)
spricht zum Thema:
„Die Mysterien des Mithras – Ein orientalischer Kult in Konkurrenz zum Christentum“

Der Kult des Mithras gehörte zu den populärsten Religionen der römischen Kaiserzeit und erfreute sich vor allem in den Grenzregionen entlang von Rhein und Donau großer Beliebtheit. Da keine ausführlichen Kultsatzungen überliefert sind, die die Theologie des Mithras fassbar machen, ist vor allem auf archäologische Zeugnisse, Inschriften sowie gelegentliche schriftliche Zeugnisse zurückzugreifen.

Auf dieser Grundlage entwirft Peter Herz folgendes Bild: Beim Mithraismus handelte sich um einen Mysterienkult, der in kleinen lokalen Einzelgemeinden organisiert war und in dem die Gläubigen über eine Abfolge von Weihestufen zum obersten Rang eines „Vaters“ (pater) aufsteigen konnten. Mithras wurde von den Gläubigen sehr oft zusammen mit dem Sonnengott angerufen, d. h. es war ein Kult, der sich an der Verehrung der Sonne und der Gestirne orientierte. Der Kult existierte nicht isoliert, sondern Mithras stand in Konkurrenz zu einer Reihe von anderen orientalischen Gottheiten, etwa zum Christentum.

Die Dauerausstellung ist bis zum Beginn des Vortrages geöffnet.

Die Pest – Geschichte und Archäologie einer Seuche

Kostenfreier Abendvortrag
Dr. Stefan Leenen(LWL-Museum für Archäologie, Herne)
spricht zum Thema:
„Die Pest – Geschichte und Archäologie einer Seuche“

Was ist die Pest? Wo liegen die ältesten Nachweise? Wie sind die überlieferten Ausbrüche zu werten? Wie gingen die Menschen mit dieser Gefahr um? Was taten Ärzte, Politiker und Geistliche im Angesicht der existenziellen Krisen? Und: Welche Auswirkungen hatte die Seuche auf Religion, Wirtschaft, Kunst und Gesellschaft?

Stefan Leenen entführt die Zuhörer auf eine Reise durch die dramatische und faszinierende Geschichte der Pest und stellt auch die archäologischen Relikte dieser unheilvollen Krankheit vor. Sein Vortrag beginnt in der Steinzeit, um über den ersten gut überlieferten Ausbruch im 6. Jahrhundert n. Chr. zunächst bis zum berüchtigten „Schwarzen Tod“ zu führen, dem im 14. Jahrhundert ein großer Teil der europäischen Bevölkerung zum Opfer fiel. Über die nächsten Jahrhunderte war die Pest ein steter Begleiter der Menschen. Sie suchte nahezu jede Generation unbarmherzig heim. Aus der völlig unerwarteten Katastrophe war nun eine ständige Bedrohung geworden, die jederzeit tödliche Wirklichkeit werden konnte.

Im 18. Jahrhundert verschwand die Pest weitgehend aus Europa, um kurz vor 1900 ein weiteres Mal weltweit Angst und Schrecken zu verbreiten. Auch heute ist das tödliche Potenzial der Krankheit noch immer vorhanden, wie 2017 der jüngste, vergleichsweise glimpflich verlaufene Ausbruch auf Madagaskar gezeigt hat.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist bis Vortragsbeginn geöffnet.

NEUWAHLEN BEIM KELTISCH-RÖMISCHEN FREUNDESKREIS

Als der Keltisch-Römische Freundeskreis Heimatverein e.V. in Manching vor 45 Jahren, genau am 25.Oktober 1984 auf Initiative von Herbert Mayr gegründet wurde, dachte noch keiner daran, dass bereits 2006 der langgehegte Wunsch – ein eigenes Museum in Manching- in Erfüllung geht.

Der Verein mit seinen 230 Mitgliedern hat sich, zur Aufgabe gemacht ,dar Bevölkerung die keltisch-römische Geschichte, die Manching geprägt hat, lebendig zu halten. Der Vorsitzende Georg Schweiger zog auf der Jahresversammlung vor 35 anwesenden Mitgliedem Bilanz über die ehrenamtlichen Aktivitäten im und rund um das Museum. Besonders hob Schweiger die Verabschiedung des langjährigen Museumsleiters Dr. Wolfgang David im Jahr 2018 hervor, erwähnte zudem den neuen Museumsleiter Tobias Esch und die Rückkehr eines Original nachgebauten römischen Schiffes, das zuerst im Feilenmoos und nochmals im Ortsbereich in der Paar Wasser gelassen wurde. Dieses Spektakel wurde mit der Bevölkerung zusammen mit einem Fest gebührend gefeiert.

Verschiedene Vortragsveranstaltungen über archäologische Themen, Besichtigung von Ausgrabungen, Konzertveranstaltungen im Museum, Fahrten ins Kriegsarchiv nach München und zum Geschichtspark Bärnau-Tachov oder eine Fahrt der Jugendgruppe zum Römerfest nach Eining waren nur einige Highlights im Vereinsjahr. Zu den ehrenamtlichen Tätigkeiten gehören auch unterstützende Aufgaben wie das Rasenmähen rund um das Museumgelände, Museumsaufsichten und die freiwilligen Kuchenspenden für die Cafeteria. Die freiwillig erbrachten Leistungen summierten sich laut Schweiger auf über 350 Stunden. Einen besonderen Dank sprach der Vorsitzende den Fördermitgliedern aus, ohne deren finanzielle Unterstützung der Museumsablauf nicht zu bewältigen sei.

Vor der anberaumten Neuwahl aller Vorstandsmitglieder wurde der stellvertretende Vorsitzende Otto Raith, die Schriftführerin Eva Schöll und der Kassenprüfer Martin Heilmeier vom Gremium verabschiedet.

Gewählt wurden zum Vorsitzenden Georg Schweiger, sein Vertreter ist Heribert Mayr, Schatzmeister Richard Krammer, Schriftführerin Birgid Neumayr. Drei Beisitzer Günter Müller, Johannes Gilhaus und Peter Bergmeier verstärken das Gremium. Als Verbandsräte in den Zweckverband wurden Georg Schweiger, Otto Raith, Heribert Mayr, Richard Krammer und Peter Bergmeier gewählt. Zu deren Vertreter wurden Johannes Langner, Birgid Neumayr und Maria Froschmeier gewählt.

Max Schmidtner