Hervorgehobener Beitrag

FÜR DIE ZUKUNFT LEBENDIG

Der Keltisch-Römische Freundeskreis – Heimatverein Manching e.V., kurz KRFK,  wurde am 25. Oktober 1984 durch Herbert Mayr als anerkannter, gemeinnütziger Verein gegründet.

Der Verein hat sich das Ziel gesetzt, die herausragende historische Bedeutung des keltischen Oppidums Manching und des Römerkastells für die Zukunft lebendig zu erhalten und in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit zu bringen.

Dies wurde zunächst erreicht durch die Einrichtung eines Heimatmuseums in Manching, dem Vorläufer des neu gegründeten heutigen Kelten Römer Museums Manching. Führungen, Vorträge und Studienfahrten sowie die Unterstützung des Museumsbeim Betrieb des Museums-Cafes, bei der Museumsaufsicht sowie bei der Organisation und Durchführung der Museumsfeste sind ebenfalls Teil des vielfältigen Aufgabenbereiches des Keltisch-Römischen Freundeskreises.

Wenn Sie Gefallen und Interesse an unserem Verein haben und als aktives oder förderndes Mitglied beitreten wollen, so sind Sie jederzeit herzlich willkommen. Zu diesem Zweck drucken Sie bitte die nachfolgende Beitrittserklärung aus und senden diese an folgende Adresse:

Keltisch-Römischer Freundeskreis Heimatverein Manching e.V.
c/o Dr. Georg Schweiger
Steinwies 22
84077 Manching

Weihnachtsbazar mit Begleitprogramm

Das kelten römer museum manching und der Keltisch-Römische Freundeskreis Manching e.V. laden Euch am Sonntag, den 15. Dezember 2019, ab 10:00 Uhr wieder zu einem großen Weihnachtsbazar mit Begleitprogramm ein.

ganztägig: Flohmarkt sowie Kuchen und Glühweintisch

11:00 und 13:00 Uhr: Die Geschichtenerzählerin Ulrike Mommendey trägt winterliche und weihnachtliche Märchen vor.

14:00 Uhr: „Tränen der Götter – Dein Bernsteinamulett“
Workshop für Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren

15:30 Uhr: Offene Führung „Keltengold und Römerschiffe“

Musik: Die Krautbläser spielen Weihnachtslieder.

Die Mysterien des Mithras – Ein orientalischer Kult in Konkurrenz zum Christentum

Kostenfreier Abendvortrag:

Prof. em. Dr. Peter Herz
(Universität Regensburg)

spricht zum Thema:
„Die Mysterien des Mithras – Ein orientalischer Kult in Konkurrenz zum Christentum“

Der Kult des Mithras gehörte zu den populärsten Religionen der römischen Kaiserzeit und erfreute sich vor allem in den Grenzregionen entlang von Rhein und Donau großer Beliebtheit. Da keine ausführlichen Kultsatzungen überliefert sind, die die Theologie des Mithras fassbar machen, ist vor allem auf archäologische Zeugnisse, Inschriften sowie gelegentliche schriftliche Zeugnisse zurückzugreifen.

Auf dieser Grundlage entwirft Peter Herz folgendes Bild: Beim Mithraismus handelte sich um einen Mysterienkult, der in kleinen lokalen Einzelgemeinden organisiert war und in dem die Gläubigen über eine Abfolge von Weihestufen zum obersten Rang eines „Vaters“ (pater) aufsteigen konnten. Mithras wurde von den Gläubigen sehr oft zusammen mit dem Sonnengott angerufen, d. h. es war ein Kult, der sich an der Verehrung der Sonne und der Gestirne orientierte. Der Kult existierte nicht isoliert, sondern Mithras stand in Konkurrenz zu einer Reihe von anderen orientalischen Gottheiten, etwa zum Christentum.

Die Dauerausstellung ist bis zum Beginn des Vortrages geöffnet.

Die Pest – Geschichte und Archäologie einer Seuche

Kostenfreier Abendvortrag

Dr. Stefan Leenen
(LWL-Museum für Archäologie, Herne)

spricht zum Thema:
„Die Pest – Geschichte und Archäologie einer Seuche“

Was ist die Pest? Wo liegen die ältesten Nachweise? Wie sind die überlieferten Ausbrüche zu werten? Wie gingen die Menschen mit dieser Gefahr um? Was taten Ärzte, Politiker und Geistliche im Angesicht der existenziellen Krisen? Und: Welche Auswirkungen hatte die Seuche auf Religion, Wirtschaft, Kunst und Gesellschaft?

Stefan Leenen entführt die Zuhörer auf eine Reise durch die dramatische und faszinierende Geschichte der Pest und stellt auch die archäologischen Relikte dieser unheilvollen Krankheit vor. Sein Vortrag beginnt in der Steinzeit, um über den ersten gut überlieferten Ausbruch im 6. Jahrhundert n. Chr. zunächst bis zum berüchtigten „Schwarzen Tod“ zu führen, dem im 14. Jahrhundert ein großer Teil der europäischen Bevölkerung zum Opfer fiel. Über die nächsten Jahrhunderte war die Pest ein steter Begleiter der Menschen. Sie suchte nahezu jede Generation unbarmherzig heim. Aus der völlig unerwarteten Katastrophe war nun eine ständige Bedrohung geworden, die jederzeit tödliche Wirklichkeit werden konnte.

Im 18. Jahrhundert verschwand die Pest weitgehend aus Europa, um kurz vor 1900 ein weiteres Mal weltweit Angst und Schrecken zu verbreiten. Auch heute ist das tödliche Potenzial der Krankheit noch immer vorhanden, wie 2017 der jüngste, vergleichsweise glimpflich verlaufene Ausbruch auf Madagaskar gezeigt hat.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist bis Vortragsbeginn geöffnet.

NEUWAHLEN BEIM KELTISCH-RÖMISCHEN FREUNDESKREIS

Als der Keltisch-Römische Freundeskreis Heimatverein e.V. in Manching vor 45 Jahren, genau am 25.Oktober 1984 auf Initiative von Herbert Mayr gegründet wurde, dachte noch keiner daran, dass bereits 2006 der langgehegte Wunsch – ein eigenes Museum in Manching- in Erfüllung geht.

Der Verein mit seinen 230 Mitgliedern hat sich, zur Aufgabe gemacht ,dar Bevölkerung die keltisch-römische Geschichte, die Manching geprägt hat, lebendig zu halten. Der Vorsitzende Georg Schweiger zog auf der Jahresversammlung vor 35 anwesenden Mitgliedem Bilanz über die ehrenamtlichen Aktivitäten im und rund um das Museum. Besonders hob Schweiger die Verabschiedung des langjährigen Museumsleiters Dr. Wolfgang David im Jahr 2018 hervor, erwähnte zudem den neuen Museumsleiter Tobias Esch und die Rückkehr eines Original nachgebauten römischen Schiffes, das zuerst im Feilenmoos und nochmals im Ortsbereich in der Paar Wasser gelassen wurde. Dieses Spektakel wurde mit der Bevölkerung zusammen mit einem Fest gebührend gefeiert.

Verschiedene Vortragsveranstaltungen über archäologische Themen, Besichtigung von Ausgrabungen, Konzertveranstaltungen im Museum, Fahrten ins Kriegsarchiv nach München und zum Geschichtspark Bärnau-Tachov oder eine Fahrt der Jugendgruppe zum Römerfest nach Eining waren nur einige Highlights im Vereinsjahr. Zu den ehrenamtlichen Tätigkeiten gehören auch unterstützende Aufgaben wie das Rasenmähen rund um das Museumgelände, Museumsaufsichten und die freiwilligen Kuchenspenden für die Cafeteria. Die freiwillig erbrachten Leistungen summierten sich laut Schweiger auf über 350 Stunden. Einen besonderen Dank sprach der Vorsitzende den Fördermitgliedern aus, ohne deren finanzielle Unterstützung der Museumsablauf nicht zu bewältigen sei.

Vor der anberaumten Neuwahl aller Vorstandsmitglieder wurde der stellvertretende Vorsitzende Otto Raith, die Schriftführerin Eva Schöll und der Kassenprüfer Martin Heilmeier vom Gremium verabschiedet.

Gewählt wurden zum Vorsitzenden Georg Schweiger, sein Vertreter ist Heribert Mayr, Schatzmeister Richard Krammer, Schriftführerin Birgid Neumayr. Drei Beisitzer Günter Müller, Johannes Gilhaus und Peter Bergmeier verstärken das Gremium. Als Verbandsräte in den Zweckverband wurden Georg Schweiger, Otto Raith, Heribert Mayr, Richard Krammer und Peter Bergmeier gewählt. Zu deren Vertreter wurden Johannes Langner, Birgid Neumayr und Maria Froschmeier gewählt.

Max Schmidtner

Tag des offenen Denkmals

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 8. September, steht unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Dass es nicht erst in jüngerer Zeit zu bedeutenden Neuerungen kam, zeigt das kelten römer museum manching mit einem spannenden Programm.


10:00 UhrRadtour „Steinzeit – topmodern!“ nach Oberstimm und Mändlfeld mit Dr. Joachim PechtlDie Tour umfasst eine Strecke von 15 km und dauert ca. 2,5 Stunden. Sie führt zu den frühesten Fundstellen in der Umgebung und zeigt die gewaltigen Umbrüche auf, die durch die Erfindung der Landwirtschaft und Sesshaftwerdung der Menschen vollzogen wurden.


13:00 UhrFührung „Planstädte & Schnellboote – Innovationen der Antike“ durch die Dauerausstellung mit Museumsleiter Tobias Esch M.A.Meister des Städtebaus waren Griechen und Römer, die nahezu die gesamte Mittelmeerwelt urbanisierten und ihre Städte planmäßig anlegten. Als die Kelten verstärkt mit diesen Zentren in Kontakt traten, ließen sie sich bei der Anlage ihrer eigenen Städte – etwa dem Oppidum von Manching – von den mediterranen Vorbildern inspirieren. Vom antiken Erfindergeist zeugen auch die beiden Schiffswracks aus Oberstimm. Die römischen Patrouillenboote sind in der sogenannten Nut-und-Feder-Technik erbaut, die im alten Ägypten erfunden wurde. Mit dem römischen Militär gelangte dieses Wissen im 1. Jahrhundert n. Chr. dann schließlich in das Gebiet nördlich der Alpen.


14:00 UhrRadtour „Architektur für Tote“ in das Lauterbacher Holz mit Dr. Joachim PechtlFür diese Tour ist aufgrund der Länge von 3 Stunden und der Strecke von 30 km eine ausreichende Fitness erforderlich. Die Teilnehmer werden jedoch durch die Besichtigung eines der wichtigsten Grabhügelfelder Bayerns belohnt, das in der mittleren Bronzezeit angelegt wurde.


14:30 UhrWorkshop „Schlüsseltäschchen mit keltischem Motiv“ für Kinder und Jugendliche ab 8 JahrenUnter der Leitung von Museumspädagogin Barbara Limmer M.A. fertigen die Teilnehmer ein Schlüsseltäschchen aus Leder an, das sie mit einem keltischen Motiv versehen. Damit begeben sie sich in die Tradition der Kelten, die ihre Häuser bereits mit Schlössern sicherten. Hiervon zeugen zum Bespiel zahlreiche Schlüssel und Schlossbleche, die in der Keltenstadt von Manching gefunden wurden.

Buchpräsentation und Vortrag von PD Dr. Markus Schußmann (FU Berlin)

Das kelten römer museum manching und der Verlag Friedrich Pustet veranstalten am Dienstag, den 1. Oktober 2019, gemeinsam eine Buchpräsentation und einen Vortrag von PD Dr. Markus Schußmann (Freie Universität Berlin).


Ab September 2019 ist Schußmanns neues Buch „Die Kelten in Bayern – Archäologie und Geschichte“ für 39,95 Euro im Shop des kelten römer museums und im Buchhandel erhältlich. Der 424 Seiten dicke und durchgehend farbig bebilderte Band stellt die Kultur der Kelten in Bayern umfänglich, detailliert und anschaulich dar und knüpft sie an die räumlich, kulturell und zeitlich übergeordneten Zusammenhänge an.


Am 1. Oktober hält der Autor im kelten römer museum ab 18:00 Uhr einen kostenfreien Abendvortrag zum Thema „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit… – Ausgrabung und Rekonstruktion des Westtores auf dem Staffelberg“.


Der oberfränkische Landkreis Lichtenfels plant die Rekonstruktion eines Tores des spätkeltischen Oppidums auf dem Staffelberg am originalen Standort. Dazu musste die Toranlage im Vorfeld archäologisch untersucht werden, wobei nicht nur unerwartet gut erhaltene Befunde zutage traten. Auch zahlreiche Details zum Ablauf der keltischen Bauarbeiten, zur architektonischen Gestaltung und zur kultisch-religiösen »Aufladung« des Bauwerks konnten die Archäologen rekonstruieren. Vieles davon ist bisher einzigartig im keltischen Bereich östlich des Rheins.


Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist bis zum Beginn des Vortrages geöffnet.

Anstehende Vorträge nach der Sommerpause

Liebe Vereinsmitglieder,
zu Ihrer Information hier eine Auflistung der vier letzten Veranstaltungen in 2019:

Samstag, 21.09.2019
1-tägige Studienfahrt nach Hallein/Österreich

Mittwoch, 16.10.2019, 18:00
Vortrag von Uhr Prof. Dr. Frank Daubner (Universität Trier)
Titel: Ein Erdbeben, ein Geschenk für Kaiser Tiberius und die Ziegen des Karanos – Makedonische Vergangenheit im römischen Kleinasien

Mittwoch, 13.11.2019, 18:00 Uhr
Vortrag von Dr. Stefan Leenen (LWL-Museum für Archäologie – Westfälisches Landesmuseum, Herne)
Titel: Die Pest – Geschichte und Archäologie einer Seuche

Mittwoch, 04.12.2019, 18:00 Uhr
Vortrag von Prof. em. Dr. Peter Herz (Universität Regensburg)
Titel: Die Mysterien des Mithras – Ein orientalischer Kult in Konkurrenz zum Christentum

Die ersten Bauern Mitteleuropas

Spannender Vortrag zu jungsteinzeitlichen Bauern in Bayern

Am Mittwoch, den 10. Juli 2019, laden das kelten römer museum manching und der Keltisch-Römische Freundeskreis zur letzten Veranstaltung der gemeinsamen Reihe „Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte“ vor der Sommerpause ein. Ab 18:00 Uhr hält Dr. des. Joachim Pechtl M.A. (wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums) einen kostenfreien Abendvortrag zum Thema „Die ersten Bauern Mitteleuropas – Linienbandkeramische Kultur in Südbayern“.

Lange galt Bayern als Agrarstaat, und noch heute ist das bäuerliche Element zentraler Bestandteil der kulturellen Identität. Die Anfänge hiesiger Landwirtschaft reichen aber rund 7.500 Jahre bis zum Beginn der Jungsteinzeit zurück. Damals machten Angehörige der sogenannten Linienbandkeramischen Kultur das Land erstmals urbar. Dank der völlig neuen Lebensweise konnten diese Gemeinschaften eine enorme Dynamik entfalten, so dass die bäuerliche Zivilisation geradezu mit einem kulturellen Paukenschlag begann.

Den aktuellen Stand der Forschung stellt der Steinzeitarchäologe Joachim Pechtl in allgemeinverständlicher Weise vor. Dabei wird der Bogen von den Anfängen bäuerlichen Lebens im Vorderen Orient bis zu seiner Etablierung in Bayern gespannt. Schwerpunkte bilden die Wirtschafts- und Siedlungsweise sowie die Bestattungssitten dieser Zeit. Hieraus kann ein anschauliches Bild der damaligen Lebens- und Sozialverhältnisse rekonstruiert werden.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums und die aktuelle Studioausstellung „Die Kunst des Zeichnens“ sind am 10. Juli 2019 bis zum Beginn des Vortrages geöffnet.

Von der Eselbastei zum Fort VIII

Am Mittwoch, den 5. Juni 2019, hält Dr. Gerd Riedel (Stadtmuseum Ingolstadt) ab 18:00 Uhr im kelten römer museum manching den kostenfreien Vortrag „Von der Eselbastei zum Fort VIII – Was bleibt von der Hauptlandesfestung Ingolstadt?“

In der Nachkriegszeit waren die Relikte der bastionären Festung des 16. bis 18. Jahrhunderts, vor allem aber der Königlichen Hauptlandesfestung in und um Ingolstadt für Jahrzehnte Notunterkünfte und ungeliebte Überbleibsel einer vom Militär geprägten Vergangenheit. Sie wurden gesprengt, ausgebeutet, einplaniert oder dem Verfall überlassen. Die 1957/58 errichtete Friedenskirche von Olaf Andreas Gulbransson in Manching und die Parkanlagen auf der Ingolstädter Hauptumwallung sind frühe Beispiele einer friedlichen Nutzung.

In den 1970er Jahren entdeckte man die Qualität der Militärbauten im Stadtkern von Ingolstadt wieder, renovierte sie und führte sie weitestgehend einer neuen, oft kulturellen Nutzung zu. Die demolierten Festungswerke unter dem Grün der Parkanlagen oder innerhalb des Vorwerksgürtels blieben dagegen meist in Vergessenheit. Die seit 2011 laufenden Ausgrabungen auf dem Ingolstädter Gießereigelände stehen für einen neuen Umgang mit den „verschwundenen“ Relikten der Festung, der auch zu einem neuen Blick auf alte Archiv- und Museumsbestände einlädt. Der Vortrag gibt einen Einblick in die nach wie vor reiche Überlieferung der Festungszeit.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums und die aktuelle Studioausstellung „Die Kunst des Zeichnens“ sind am 5. Juni 2019 bis zum Beginn des Vortrages geöffnet.