Hervorgehobener Beitrag

FÜR DIE ZUKUNFT LEBENDIG

Der Keltisch-Römische Freundeskreis – Heimatverein Manching e.V., kurz KRFK,  wurde am 25. Oktober 1984 durch Herbert Mayr als anerkannter, gemeinnütziger Verein gegründet.

Der Verein hat sich das Ziel gesetzt, die herausragende historische Bedeutung des keltischen Oppidums Manching und des Römerkastells für die Zukunft lebendig zu erhalten und in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit zu bringen.

Dies wurde zunächst erreicht durch die Einrichtung eines Heimatmuseums in Manching, dem Vorläufer des neu gegründeten heutigen Kelten Römer Museums Manching. Führungen, Vorträge und Studienfahrten sowie die Unterstützung des Museumsbeim Betrieb des Museums-Cafes, bei der Museumsaufsicht sowie bei der Organisation und Durchführung der Museumsfeste sind ebenfalls Teil des vielfältigen Aufgabenbereiches des Keltisch-Römischen Freundeskreises.

Wenn Sie Gefallen und Interesse an unserem Verein haben und als aktives oder förderndes Mitglied beitreten wollen, so sind Sie jederzeit herzlich willkommen. Zu diesem Zweck drucken Sie bitte die nachfolgende Beitrittserklärung aus und senden diese an folgende Adresse:

Keltisch-Römischer Freundeskreis Heimatverein Manching e.V.
c/o Dr. Georg Schweiger
Steinwies 22
84077 Manching

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KULTURPATENSCHAFT

Zum 20-jährigen Bestehen des Kelten- und Römermuseums in Manching (Landkreis Pfaffenhofen), das am Wochenende groß gefeiert wurde, hat der Keltisch-Römische Freundeskreis ein neues Projekt gestartet: die Kulturpatenschaft.

Vorsitzender Georg Schweiger erläuterte das Vorhaben. Kulturpaten sollen die vielfältige Arbeit des Freundeskreises fördern, der das Museum unterstützt. Dazu zählen Jugendarbeit und Museumspädagogik, die Organisation von Vorträgen, Führungen oder Studienfahrten sowie die Dokumentation der Manchinger Ortsgeschichte. Kulturpaten können diese Ziele mit 250, 500 oder 1000 Euro im Jahr unterstützen.

Die Vorteile sind vielfältig: Kostenlose Mitgliedschaft im Freundeskreis, Gutscheine für freien Eintritt ins Museum, Vergünstigung bei Museumsfahrten, Teilnahme an Studienfahrten, VIP-Tickets zu Museumsfesten, Zuschuss zur Nutzung des Museumsfoyers für Veranstaltungen sowie im Fall von Firmen Nennung und Verlinkung auf der Webseite des Freundeskreises. Näheres auf der Webseite www.krfk.de.“

Quelle: https://www.donaukurier.de/lokales/landkreis-pfaffenhofen/kulturpatenschaft-fuer-manchinger-museum-zusaetzliche-unterstuetzung-fuer-freundeskreis-21498902

DER FREUNDESKREIS CHRONIK UND ZIELE

Hintergrund und Meilensteine
Der Keltisch-Römische Freundeskreis – Heimatverein Manching (KRFK) wurde im Jahr 1984 gegründet. Der Freundeskreis hatte sich von Beginn an das Ziel gesetzt, die herausragende historische Bedeutung des Marktes Manching, vor allem des keltischen Oppidums von Manching und des Römerkastells von Oberstimm, für die Zukunft lebendig zu halten und in das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit zu tragen. Ein Höhepunkt der Vereinsarbeit war 2006 die Eröffnung des kelten römer museums manching (krm), das bedeutende Funde wie ein rätselhaftes, weltweit einzigartiges Kultbäumchen und zwei bestens erhaltene Bootswracks präsentiert.
Ziele des Vereins

  • Förderung des Museums: Ehrenamtliche und finanzielle
    Unterstützung des Museumbetriebs
  • Denkmalpflege: Erhalt von Bodendenkmälern – insbesondere
    des Keltenwalls. Unterstützung der archäologischen Jugendarbeit
    und der Museumspädagogik
  • Kulturvermittlung: Organisation von Führungen, Vorträgen,
    Studienfahrten und der Weiterentwicklung des archäologischen
    Lehrpfads
  • Ortsgeschichte: Dokumentation der Manchinger Baugeschichte,
    alter Berufe und bedeutender Betriebe sowie die Pflege des
    Namensguts

IHRE VORTEILE EINER KULTURPATENSCHAFT

Als Kulturpate profitieren Sie von zahlreiche Vergünstigungen bei der Museumsnutzung, Eröffnungsveranstaltungen und Museumsfesten.

  • Mitgliedschaft im KRFK
  • Vergünstigte Eintrittspreise beim Besuch des krm
  • Gutscheine für das krm
  • Ermäßigungen bei Führungen im krm
  • Ermäßigte Gebühren für die Nutzung des Museumsfoyers
  • Teilnahme an Studienfahrten des KRFK
  • VIP-Tickets für Museumsfeste
  • Nennung auf der Website des KRFK als Sponsor
  • Links von Website des KRFK zur Website des Kulturpaten
    (falls gewünscht)
  • Gold-Kulturpaten: Platzierung Ihres Unternehmenslogos
    in den Medien zur Bewerbung der Reihe „Manchinger Vorträge
    zur Archäologie und Geschichte“ (Print und Online)
  • Alle Kulturpaten erhalten eine Urkunde und ein Patenschaftssiegel
    zur Nutzng für Ihre Unternehmenskommunikation
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Der Bronzekrieger aus Manching – Restaurierung und Analyse einer keltischen Kriegerstatuette

Mittwoch · 15.07.2026 · 18:00 Uhr 
Dr. Stefanie Berg und Dipl.-Rest. Thomas Stöckl (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege) 
Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte

kelten römer museum manching · Im Erlet 2 · D-85077 Manching

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) hat ein umfassendes Konzept zum Umgang mit archäologischen Funden – den sogenannten beweglichen Bodendenkmälern – entwickelt. Dieses legt Ziele, Umfang und Methoden für die Erfassung und Erhaltung aller Funde fest, um sie in einen stabilen, langfristig lagerfähigen Zustand zu überführen und so das kulturelle Erbe Bayerns nachhaltig zu schützen.

Bei den archäologischen Ausgrabungen in der keltischen Siedlung von Manching in den Jahren 2022 bis 2024 stellte insbesondere die große Menge an Metallfunden eine Herausforderung dar. Sämtliche Funde wurden vor der Reinigung und Konservierung mittels Röntgenprospektion erfasst und untersucht – allein 15.268 Metallfragmente sowie weitere Fundgattungen wurden in der Münchner Zentrale des BLfD geröntgt. Vom »Makrokosmos« des konservatorischen Umgangs mit umfangreichen Fundkomplexen führt der Vortrag in den »Mikrokosmos« der unter Korrosionskrusten verborgenen Informationen – exemplarisch am spektakulären Fund einer bronzenen Statuette.

Das Oppidum von Manching ist für bemerkenswerte Menschendarstellungen bekannt, die jedoch meist als Lesefunde ohne gesicherten Kontext vorliegen. Die kleine Kriegerstatuette hingegen wurde in Originallage am Ende eines längeren Grabensystems geborgen, das möglicherweise eine Parzellengrenze oder den Begleitgraben einer Straße markierte. Stilistisch lässt sich die Figur in die Mitte des 2. Jahrhundert v. Chr. einordnen, und auch der archäologische Befund gehört in diese Zeit, d. h. an den Übergang von der mittleren zur späten Latènezeit.

Im Vergleich mit bekannten Krieger- und Menschendarstellungen von Fundplätzen nördlich der Alpen wird deutlich, dass der Bronzekrieger eine besondere Qualität aufweist. Die Statuette nimmt eine herausragende Stellung aufgrund der verwendeten Technik und stilistischer Feinheit unter den bislang bekannten Beispielen keltischer Bronzekleinplastik ein. Durch Röntgenuntersuchungen, instrumentelle Metallanalysen, technologische Studien und die partielle Freilegung der originalen Oberfläche konnten neue Erkenntnisse über Herstellungstechnik, funktionale Nutzung und Erhaltungszustand gewonnen werden, die zur Rekonstruktion der ursprünglichen Erscheinung und zur Bedeutung dieser außergewöhnlichen Figur beitragen.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist am 15. Juli 2026 bis zum Beginn des Vortrags geöffnet. Eine Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung ist nicht erforderlich.

Abbildung: Bronzene Kriegerstatuette nach der Restaurierung. © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
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Kelten Römer Fest Manching 2026

Wie fühlte es sich an, über einen keltischen Markt zu bummeln? Über welche Durchschlagskraft verfügten römische Geschütze? Und wie klangen eigentlich antike Musikinstrumente? Antworten liefert ein großes Museumsfest mit über 100 Akteuren*innen. Das kelten römer museum wird im Sommer 20 Jahre alt. Zum runden Geburtstag bietet es ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie: Kleine und große Gäste dürfen sich auf historische Darstellungsgruppen mit spektakulären Vorführungen sowie fesselnde Mitmach- und Informationsangebote freuen.

Im Außengelände präsentieren Handwerkerinnen ihr Geschick: vom schweißtreibenden Schmieden und Salzsieden über filigrane Töpferkunst bis zum Weben prächtiger Gewänder. Mutige Reiterkrieger und Legionäre stellen Kämpfe zu Pferd und mit der gefürchteten »Schildkröte« nach. Außerdem ist der originalgetreue Nachbau eines Römerbootes zu bewundern. Festzelt und Biergarten laden zum Verweilen ein. Im Museum warten archäologische Highlight-Funde aus Manching und Oberstimm. Die Schiffshalle bietet zugleich ein stimmungsvolles Ambiente für Konzerte mit Wasserorgel, Cornu und Kithara. Im Foyer kann man mit Archäologinnen in ihre spannende Arbeit eintauchen. Und schließlich zeigt die Sonderausstellung »vierSCHICHTIG« aktuelle Kunstwerke mit faszinierenden Bezügen zur Archäologie.

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Artaxata in Armenien – Eine hellenistische Residenzstadt am Fuße des Ararat

Mittwoch · 24.06.2026 · 18:00 Uhr
Prof. Dr. Achim Lichtenberger (Universität Münster)
Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte
kelten römer museum manching · Im Erlet 2 · D-85077 Manching

Vor der imposanten Kulisse des Berges Ararat erstrecken sich die Ruinen von Artaxata, der Hauptstadt des antiken Armenien, die König Artaxias I. um 180 v. Chr. gründete. Dabei soll er von dem berühmten Karthager Hannibal beraten worden sein, der Artaxias angeblich auf die günstige Lage und die reichen Ressourcen hinwies. Artaxata florierte in den folgenden Jahrhunderten, auch wenn es immer wieder zu Konflikten und Zerstörungen kam. Der endgültige Niedergang setzte aber erst ein, als die Stadt 369 n. Chr. von den persischen Sassaniden verwüstet wurde.

Seit 2018 erforscht ein Kooperationsprojekt der Armenischen Akademie der Wissenschaften und der Universität Münster die hellenistische Metropole und richtet den Fokus dabei vorrangig auf die Unterstadt. Aus Luftbildern, geophysikalischen Untersuchungen und archäologischen Ausgrabungen ergeben sich neue Erkenntnisse, die Achim Lichtenberger in seinem Vortrag näher vorstellen wird.

Gerade Hügel 13 im Nordosten von Artaxata erbrachte interessante Befunde zur Stadtentwicklung: Noch in der Gründungsphase im 2. Jahrhundert v. Chr. entstand dort ein Heiligtum mit reich dekoriertem Zentralraum. Nach seiner Zerstörung im 1. Jahrhundert v. Chr. hat man den Tempel nicht wieder aufgebaut, sondern planmäßig durch Wohngebäude ersetzt. Diese Häuser haben dann wohl römische Truppen um 58 n. Chr. zerstört, das Gebiet wurde fortan als Nekropole genutzt.

Weitere Entdeckungen in Artaxata umfassen Spuren einer urartäischen Vorgängersiedlung aus der Zeit um 800 v. Chr., darunter eine Halle mit Toranlage, eine Stadtmauer und dichte Wohnbebauung. Aus der kurzen Zeit römischer Provinzialherrschaft von 114 bis 117 n. Chr. stammen die Fundamente eines Bogenaquädukts, der allerdings nie vollendet wurde. Schließlich wird seit 2023 ein Monumentalbau mit achteckigem Grundriss und kreuzförmig angeordneten Nebenräumen untersucht. Er gehört in das frühe 4. Jahrhundert n. Chr. und dürfte als bislang älteste christliche Kirche Armeniens zu deuten sein.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist am 24.06.2026 bis zum Beginn des Vortrags geöffnet. Eine Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung ist nicht erforderlich.

Abbildung: Ansicht der Oberstadt von Artaxata vor der Bergkulisse des Ararat.
© Armenisch-Deutsches Artaxata-Projekt
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Arabia Felix – das vergessene Arabien? Archäologische Forschungen zum antiken Jemen

Mittwoch · 13.05.2026 · 18:00 Uhr
Dr. Sarah Japp (Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts, Berlin)
Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte
kelten römer museum manching · Im Erlet 2 · D-85077 Manching

»Arabia Felix«, zu Deutsch: »Glückliches Arabien«, so nannten antike Autoren den südwestlichen Teil der Arabischen Halbinsel, das Gebiet des heutigen Jemen. Und in der Tat: Schon im frühen 1. Jahrtausend v. Chr. entstanden dort faszinierende Kulturen wie das sagenumwobene Reich von Saba. Geschickt nutzten die Menschen die lebenswichtige, aber seltene Ressource Wasser und kontrollierten den lukrativen Handel mit den begehrten Duftstoffen Weihrauch und Myrrhe, die über die berühmte Weihrauchstraße in die Mittelmeerwelt gelangten.

Diese Kombination aus technischer Raffinesse und wirtschaftlicher Weitsicht brachte den südarabischen Königreichen großen Wohlstand, ein Reichtum, der sich bis heute in eindrucksvollen Tempelanlagen und Stadtbefestigungen widerspiegelt. Lange Zeit entwickelten sich diese Reiche weitgehend eigenständig, geprägt von ihrer eigenen Sprache, Kunst und Religion. Doch mit der Zeitenwende begann eine Phase intensiven Austauschs: Über den Seehandel erreichten neue Ideen, Formen und Bilder die Region. Hellenistisch-römische Motive hielten Einzug in die Kunst – sichtbare Zeugnisse einer Welt, die enger vernetzt war, als man lange dachte.

Die archäologische Erforschung Südarabiens – etwa durch die Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts – steht noch am Anfang und wird durch die derzeitigen politischen Bedingungen stark beeinträchtigt. Umso mehr gilt es, dazu beizutragen, dass Südarabien nicht zu einem vergessenen Arabien wird.

Die Dauerausstellung ist am 13.05.2026 bis zum Beginn des Vortrags geöffnet. Eine Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung ist nicht erforderlich.

Abbildung: Der Tempel des Almaqah in der sabäischen Stadt Sirwah.
© DAI, Orientabteilung
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Schatz oder doch nur Schrott? Der römische Bronze- und Eisenhort aus Manching

Mittwoch · 22.04.2026 · 18:00 Uhr
Fabienne Karl M.A. (Untere Denkmalschutzbehörde Kaufbeuren)

Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte
kelten römer museum manching · Im Erlet 2 · D-85077 Manching

Fabienne Karl widmet sich einem bislang wenig beachteten römischen Hortfund aus Manching, der im Zuge archäologischer Sondagen bereits 1955 im Bereich des ehemaligen Oppidums entdeckt wurde. Der Hort umfasst 20 Bronze- und Eisenobjekte, darunter militärische Ausrüstung, Werkzeuge, Geschirr, mehrere Schlüssel und landwirtschaftliches Gerät. Auf Grundlage einer detaillierten Dokumentation, Archivrecherche und Analyse dieser Objekte konnte erstmals eine systematische Aufarbeitung des Fundkomplexes erfolgen.

Im Zentrum der Untersuchung stehen vielfältige Fragen: Welche Bedeutung hatte der Hort? Unter welchen Umständen wurde er vergraben? Und welche Schlüsse lassen sich für die Besitz- und Nutzungsgeschichte ziehen? Um dies herauszufinden, hinterfragt Karl die Fundzusammensetzung, die unterschiedlichen Fundorte sowie das historische Umfeld, um so neue Erkenntnisse zur Datierung und Nutzung zu gewinnen. Dadurch lässt sich die Niederlegung innerhalb der römischen Fundlandschaft Rätiens besser verstehen, auch eine Einordnung der einzelnen Objekte in ihren historischen Zusammenhang wird möglich.

Der reich bebilderte Vortrag zeigt, dass eine sorgfältige Aufarbeitung älterer Fundkomplexe wertvolle Erkenntnisse über archäologische Objekte im provinzialen Kontext ermöglicht. Obwohl es sich nur um 20 Gegenstände handelt, liefern sie doch einen kleinen, aber durchaus bemerkenswerten Einblick in das Leben im antiken Manching. Wie so oft können viele Fragen beantwortet werden, genauso viele bleiben vorerst allerdings offen. Ob es sich bei dem Hort um einen verborgenen Schatz oder doch nur um eine Ansammlung von Schrott handelt, kann aber bereits jetzt diskutiert werden.

Die Dauerausstellung ist am 22.04.2026 bis zum Beginn des Vortrags geöffnet. Eine Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung ist nicht erforderlich.

Abbildung: Teile des römischen Bronze- und Eisenhorts aus Manching.
© Archäologische Staatssammlung

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Helme, Dolch und Schleuderbleie – Neue Waffenfunde aus dem Römerlager von Haltern am See

Mittwoch · 18.03.2026 · 18:00 Uhr
Dr. Bettina Tremmel (LWL-Archäologie für Westfalen, Münster)

Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte
kelten römer museum manching · Im Erlet 2 · D-85077 Manching

Vor 2000 Jahren ging die 19. Legion in der verhängnisvollen Varusschlacht unter, auch bekannt als Schlacht im Teutoburger Wald. Der konkrete Ort ihrer vollständigen Vernichtung konnte bis heute immer noch nicht zweifelsfrei lokalisiert werden, ganz im Gegensatz zu ihrer letzten Truppenbasis, die seit mittlerweile 125 Jahren im westfälischen Haltern am See ausgegraben wird.

Highlight des spannenden und reich bebilderten Vortrags von Bettina Tremmel wird die Vorstellung eines kunstvoll verzierten Dolches mit Dolchscheide aus Haltern sein, das militärische Statussymbol eines römischen Legionärs. Vor sieben Jahren wurde er zusammen mit dem zugehörigen Militärgürtel im römischen Gräberfeld von Haltern entdeckt. Dieses Ensemble gehört zu den besterhaltenen im gesamten Imperium Romanum.

Bei jüngeren Ausgrabungen im Legionslager kamen zudem zwei Eisenhelme und 82 Schleuderbleie zutage. Bei den Helmen handelt es sich um sogenannte Halbfabrikate, die vor ihrer endgültigen Fertiggestellung entsorgt worden waren. Warum die Schleuderbleie im römischen Straßengraben landeten und liegen blieben, wird sich nicht mehr endgültig klären lassen. Da sich bei allen Stücken die Frage stellt, warum sie vor 2000 Jahren in den Boden gelangte, sollen mögliche Szenarien ebenfalls Thema des Abends sein.

Der Vortrag gehört zum Rahmenprogramm der aktuellen Modell- und Mitmachausstellung »Roms Armee im Feld«, die nur noch bis zum 22.03.2026 zu besichtigen ist. Die Sonderausstellung ist am 18.03.2026 bis zum Beginn des Vortrags geöffnet. Eine Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung ist nicht erforderlich.

Abbildung: Römischer Dolch und Dolchscheide aus Haltern am See.
© LWL-Archäologie für Westfalen / Foto: Stefan Brentführer
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Leben und Arbeiten im Oppidum von Manching – Erste Ergebnisse der Grabung an der B16

Mittwoch · 25.02.2026 · 18:00 Uhr
Marina Lindemeier M.A. – Sebastian Hornung M.A. (Pro Arch Prospektion und Archäologie GmbH)
Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte
kelten römer museum manching · Im Erlet 2 · D-85077 Manching

Irgendwann zwischen 660 und 680 n. Chr. wurde in einem ehemaligen römischen Gebäude bei Mattsies im Unterallgäu eine Grabkammer aus Steinplatten zur Bestattung eines 1,5-jährigen Knaben errichtet. Anschließend wurde diese Kammer mit Mörtel dicht verschlossen, und die römische Ruine mindestens zweimal neu überdacht.

Bei ihrer Wiederentdeckung im Jahr 2021 wiesen die Beigaben im Inneren der Grabkammer eine bemerkenswerte Erhaltung auf, einschließlich Resten von Textilien und Leder. Für eine ungestörte Bergung wurde der gesamte Inhalt der Grabkammer daher mit einer Eisschicht fixiert und im Block geborgen. Dies ermöglichte eine präzise Dokumentation und Analyse der Reste unter Laborbedingungen und erlaubte außergewöhnliche Rekonstruktionen. Die Anordnung der Objekte sowie die Abfolge textiler, lederner und hölzerner Schichten ermöglichen es, Teile der Bekleidung und den Aufbau der Beigaben nachzuvollziehen.

Der hohe soziale Status der Familie des Beigesetzten wird nicht nur durch Goldbeschläge, Silberarmringe und silberne Sporen, sondern auch durch Reste von Seidenbesätzen auf der Bekleidung belegt. Die Beobachtungen in Mattsies zeigen, wie sich eine herausgehobene Schicht in der späten Merowingerzeit durch Bestattung und die Gestaltung eines Gebäudes zum Totengedenken dargestellt hat.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist am 28.01.2026 bis zum Beginn des Vortrags geöffnet. Eine Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung ist nicht erforderlich.

Abbildung: Bergung des Knabengrabes von Mattsies.
© BLfD / Foto: Johann Friedrich Tolksdorf

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Der »Eisprinz« von Mattsies – Bergung & Analyse eines frühmittelalterlichen Grabes im Unterallgäu

Mittwoch · 28.01.2026 · 18:00 Uhr
Dr. Hubert Fehr (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Thierhaupten)
Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte
kelten römer museum manching · Im Erlet 2 · D-85077 Manching

Irgendwann zwischen 660 und 680 n. Chr. wurde in einem ehemaligen römischen Gebäude bei Mattsies im Unterallgäu eine Grabkammer aus Steinplatten zur Bestattung eines 1,5-jährigen Knaben errichtet. Anschließend wurde diese Kammer mit Mörtel dicht verschlossen, und die römische Ruine mindestens zweimal neu überdacht.

Bei ihrer Wiederentdeckung im Jahr 2021 wiesen die Beigaben im Inneren der Grabkammer eine bemerkenswerte Erhaltung auf, einschließlich Resten von Textilien und Leder. Für eine ungestörte Bergung wurde der gesamte Inhalt der Grabkammer daher mit einer Eisschicht fixiert und im Block geborgen. Dies ermöglichte eine präzise Dokumentation und Analyse der Reste unter Laborbedingungen und erlaubte außergewöhnliche Rekonstruktionen. Die Anordnung der Objekte sowie die Abfolge textiler, lederner und hölzerner Schichten ermöglichen es, Teile der Bekleidung und den Aufbau der Beigaben nachzuvollziehen.

Der hohe soziale Status der Familie des Beigesetzten wird nicht nur durch Goldbeschläge, Silberarmringe und silberne Sporen, sondern auch durch Reste von Seidenbesätzen auf der Bekleidung belegt. Die Beobachtungen in Mattsies zeigen, wie sich eine herausgehobene Schicht in der späten Merowingerzeit durch Bestattung und die Gestaltung eines Gebäudes zum Totengedenken dargestellt hat.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist am 28.01.2026 bis zum Beginn des Vortrags geöffnet. Eine Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung ist nicht erforderlich.

Abbildung: Bergung des Knabengrabes von Mattsies.
© BLfD / Foto: Johann Friedrich Tolksdorf
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Zwischen China und Byzanz – Frühchristliche Kultur entlang der Seidenstraßen

Mittwoch · 03.12.2025 · 18:00 Uhr
Prof. Dr. Ute Verstegen (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
kelten römer museum manching · Im Erlet 2 · D-85077 Manching

Die Seidenstraßen waren nicht nur eines der bedeutendsten vormodernen Handelsnetzwerke, sondern auch Adern eines weitreichenden kulturellen Austauschs, der sich über Tausende von Kilometern erstreckte: von Europa über Zentral- und Südasien bis nach Fernost. Nicht allein Luxusgüter wie Seide, Gewürze, Glas oder Edelsteine wurden entlang dieser Land- und Seerouten transportiert. Sie dienten auch der Weitergabe technischer Innovationen und religiöser Ideen wie des frühen Christentums. 

Auf Basis eines eigenen Forschungsprojektes stellt Ute Verstegen in ihrem reich bebilderten Vortrag die Ausbreitung des frühen Christentums vom 3. bis zum 9. Jahrhundert n. Chr. entlang der Seidenstraßen vor. Archäologische und schriftliche Zeugnisse belegen die Präsenz von Gemeinden und Klöstern der sogenannten Kirche des Ostens von Vorderasien, dem Persischen Golf über Zentralasien bis nach China. 

Zu den wichtigsten Quellen zählen architektonische Überreste, liturgische Objekte und Alltagsgegenstände. Diese Funde verdeutlichen, welchen Beitrag die christlichen Gemeinschaften zum kulturellen Austausch leisteten und wie ihre Einbindung in die regionalen und überregionalen Netzwerke den Handel und die Mission entlang der Seidenstraßen förderten. 

Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist am 03.12.2025 bis zum Beginn des Vortrags geöffnet ist. Eine Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung ist nicht erforderlich.

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