Hervorgehobener Beitrag

FÜR DIE ZUKUNFT LEBENDIG

Der Keltisch-Römische Freundeskreis – Heimatverein Manching e.V., kurz KRFK,  wurde am 25. Oktober 1984 durch Herbert Mayr als anerkannter, gemeinnütziger Verein gegründet.

Der Verein hat sich das Ziel gesetzt, die herausragende historische Bedeutung des keltischen Oppidums Manching und des Römerkastells für die Zukunft lebendig zu erhalten und in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit zu bringen.

Dies wurde zunächst erreicht durch die Einrichtung eines Heimatmuseums in Manching, dem Vorläufer des neu gegründeten heutigen Kelten Römer Museums Manching. Führungen, Vorträge und Studienfahrten sowie die Unterstützung des Museumsbeim Betrieb des Museums-Cafes, bei der Museumsaufsicht sowie bei der Organisation und Durchführung der Museumsfeste sind ebenfalls Teil des vielfältigen Aufgabenbereiches des Keltisch-Römischen Freundeskreises.

Wenn Sie Gefallen und Interesse an unserem Verein haben und als aktives oder förderndes Mitglied beitreten wollen, so sind Sie jederzeit herzlich willkommen. Zu diesem Zweck drucken Sie bitte die nachfolgende Beitrittserklärung aus und senden diese an folgende Adresse:

Keltisch-Römischer Freundeskreis Heimatverein Manching e.V.
c/o Dr. Georg Schweiger
Steinwies 22
84077 Manching

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Die Ideen der Alten – Zum Nachleben antiker Steinschneidekunst in Bayern

Mittwoch, 02.02.2022, 18:00 Uhr
Tobias Esch M.A. (Museumsleiter)
kelten römer museum manching · Im Erlet 2 · 85077 Manching

„Die Ideen der Alten sind am aller vollständigsten auf den Gemmen, daher ist dies Studium sehr wichtig.“ Mit diesen Worten fasste der Altertumswissenschaftler Christian Gottlob Heyne im 18. Jahrhundert kurz und prägnant zusammen, welche Bedeutung den Gemmen, also farbig schillernden Schmucksteinen mit gravierten Motiven, für die Erforschung der klassischen Antike und ihrer Bilderwelt beigemessen wurde.

Griechische und römische Gemmen waren auch im mittelalterlichen und neuzeitlichen Bayern hochgeschätzt und wurden vielfach nachgeahmt. Museumsleiter Tobias Esch gibt in seinem reich bebilderten Vortrag einen spannenden Überblick über die unterschiedlichen Facetten der Rezeption im Freistaat. Er präsentiert beeindruckende Beispiele zur Wiederverwendung antiker Gemmen im kirchlichen Kontext, zur Nutzung der Steinschneidekunst für repräsentative Zwecke, zur Erforschung der Quellengattung, zur Sammelleidenschaft von Adel, Klerus und Bürgertum sowie – als „Brückenschlag“ in unsere Gegenwart – faszinierende Werke eines modernen Gemmenschneiders aus Passau.

Der Vortrag gehört zum Rahmenprogramm der Sonderausstellung »Kunst in Miniatur – Antike Gemmen aus Bayern«, die nur noch bis Sonntag, den 6. Februar 2022, im kelten römer museum manching zu besichtigen ist. Am 2. Februar ist die Ausstellung bis zum Beginn des Vortrages geöffnet

WICHTIG:
Es gilt die 2G plus-Regel! Zugang erhalten nur Personen, die vollständig geimpft oder genesen sind sowie zusätzlich über einen aktuellen Test mit negativem Ergebnis verfügen. Dieser Test muss durch geschultes Personal vorgenommen bzw. beaufsichtigt worden sein. Für Personen mit einer Booster-Impfung sowie regelmäßig getestete Schülerinnen und Schüler entfällt die Pflicht eines Testnachweises. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung wird empfohlen unter info@museum-manching.de.

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Die Heinrichskrone – Digitale Vermessung und handwerkliche Anfertigung einer Nachbildung

Mittwoch, 19.01.2022, 18:00 Uhr
Friedemann Gideon Haertl (Feinschmied aus Bamberg)
kelten römer museum manching · Im Erlet 2 · 85077 Manching

In seiner aktuellen Sonderausstellung „Kunst in Miniatur – Antike Gemmen aus Bayern“ präsentiert das kelten römer museum manching auch beeindruckende Beispiele zum Nachleben antiker Steinschneidekunst. Ein mittelalterliches Highlight bildet die Bamberger Heinrichskrone, in die zahlreiche Edelsteine eingefasst sind, darunter zwei Kameen mit Bildnissen der römischen Göttin Minerva.

Die Krone zierte einst ein heute verlorenes Büstenreliquiar von Kaiser Heinrich II., der im Jahr 1007 das Bistum Bamberg gründete. Die fränkische Bischofsstadt entwickelte sich zum Zentrum religiöser Verehrung des letzten Ottonen und seiner Gemahlin Kunigunde. Beide wurden 1146 bzw. 1200 heiliggesprochen.

Die um 1280 geschaffene Heinrichskrone wurde 1803 im Zuge der Säkularisation aus dem Bamberger Domschatz in die Schatzkammer der Münchner Residenz überführt. Zum 1000-jährigen Jubiläum des Bamberger Doms 2012 fertigte der Künstler Friedemann Gideon Haertl in über 2.500 Arbeitsstunden eine originalgetreue Nachbildung an, ausgeführt in Materialien, die bereits beim Original verwendet worden waren. Grundlage bildete ein virtuelles Modell, das mittels 3D-Scans von der originalen Vorlage erstellt wurde.

Die aktuelle Sonderausstellung „Kunst in Miniatur“ ist am 19. Januar 2022 bis zum Beginn des Vortrages von Herrn Haertl geöffnet.

WICHTIG:
Es gilt die 2G plus-Regel! Zugang erhalten nur Personen, die vollständig geimpft oder genesen sind sowie zusätzlich über einen aktuellen Test mit negativem Ergebnis verfügen. Dieser Test muss durch geschultes Personal vorgenommen bzw. beaufsichtigt worden sein. Für Personen mit einer Booster-Impfung sowie regelmäßig getestete Schülerinnen und Schüler entfällt die Pflicht eines Testnachweises. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung wird empfohlen unter info@museum-manching.de.

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Stonehenge – Von Kultur- und Kultlandschaften

Dienstag, 16.11.2021, 18:00 Uhr
Prof. Dr. Michael M. Rind (LWL-Archäologie für Westfalen, Münster)
kelten römer museum manching · Im Erlet 2 · 85077 Manching

Kaum ein prähistorischer Ort fasziniert die Menschen so wie das südenglische Stonehenge nahe Amesbury in der Grafschaft Wiltshire. Es ist nicht nur die monumentale Steinarchitektur, die man als „Megalithik“ bezeichnet, die diese Faszination auslöst und seit mehr als 4500 Jahren die Landschaft prägt. Es sind auch die zahllosen Geheimnisse, die sich bis heute um das Bauwerk ranken.

Viele Fragen wurden seit mehreren hundert Jahren gestellt, manche konnten beantwortet werden, andere bleiben aber immer noch offen. Was war Stonehenge, weshalb haben die Menschen in der Jungsteinzeit diese riesige Anlage errichtet? War sie Begräbnisstätte, Kultareal oder Observatorium? Die Geister streiten sich nach wie vor um die Deutung der gigantischen Steinanlage. Wie lange baute man daran, wie wurden tonnenschwere Steine aus dem Felsen gebrochen und transportiert, wie bugsierte man sie in über 7 Meter Höhe und wie lange nutzte man die Steinkreise?

Prof. Rind wird in seinem spannenden Vortrag Antworten auf diese Fragen geben und auch neue Erkenntnisse präsentieren, die in die Stonehenge-Ausstellung im LWL-Museum für Archäologie, dem Westfälischen Landesmuseum in Herne, einflossen. Sie ist noch bis September 2022 zu sehen.

Die aktuelle Sonderausstellung „Kunst in Miniatur – Antike Gemmen aus Bayern“ im kelten römer museum ist am 16.11.2021 bis zum Beginn des Vortrages geöffnet.

WICHTIG:
Nach aktuellen Corona-Bestimmungen gilt die 3G-Regel. Zugang zum Vortrag erhalten nur Personen, die vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Akzeptiert werden PCR-Tests (maximal 48 Stunden) und Antigen-Schnelltests (maximal 24 Stunden). Selbsttests werden dagegen nicht anerkannt. Im kelten römer museum ist ein medizinischer Mund-Nasenschutz oder eine FFP2-Maske zu tragen. Eine Voranmeldung ist – nach aktuellem Stand – nicht erforderlich.

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Kunst in Miniatur – Antike Gemmen aus Bayern

Sonntag · 31.10.2021 · 14:00 Uhr
Offene Sonntagsführung durch die Sonderausstellung
kelten römer museum manching · Im Erlet 2 · 85077 Manching

Gemeinsam mit der Archäologin Barbara Limmer begeben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf eine spannende Zeitreise durch die Jahrhunderte und tauchen in die faszinierende Miniaturkunst geschnittener Schmucksteine ein.

Auf die Gäste warten farbig schillernde, reich bebilderte Gemmen, die im Altertum nicht allein als modische Accessoires und Statussymbole dienten, sondern auch zum Siegeln von Dokumenten, als Glücksbringer oder Liebesgeschenke. Für alle Schmucksteine in der Ausstellung jeweils ihr bayerischer Fundort und meist sogar ihr archäologischer Kontext belegt. Damit können sie Auskunft über das Leben in den römischen Provinzen auf dem Gebiet des heutigen Bayern geben.

Auch in späteren Jahrhunderten erfreuten sich antike Gemmen großer Beliebtheit und wurden vielfach nach-geahmt. Limmer beleuchtet beeindruckende Beispiele aus dem kirchlichen und höfischen Kontext, erläutert die Aspekte Sammeln und Forschen und stellt einen modernen Gemmenschneider aus Passau näher vor.

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Daher wird eine Voranmeldung empfohlen unter info@museum-manching.de. Treffpunkt ist im Museumsfoyer.

WICHTIG:
Es gilt die 3G-Regel! Es werden nur PCR-Tests und Antigen-Schnelltests akzeptiert, aber keine Selbsttests.

Foto: Archäologische Staatssammlung/Stefanie Friedrich
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Lost & Found – Die Fundmünzen vom Apollontempel in Didyma

Mittwoch, 20.10.2021, 18:00 Uhr
Dr. Aylin Tanrıöver (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Das Apollonheiligtum von Didyma – an der Westküste der heutigen Türkei nahe der antiken Stadt Milet gelegen – zählte zu den berühmtesten Orakelstätten des Altertums. Nachdem der Tempel Anfang des 5. Jahrhunderts v. Chr. von den Persern zerstört worden war, erfolgte ab dem 4./3. Jahrhundert v. Chr. der Wiederaufbau, der aber nie fertiggestellt werden konnte.

Im Zuge der wissenschaftlichen Erforschung Didymas unter der Leitung des Deutschen Archäologischen Instituts wurden bislang rund 3.500 Münzen geborgen. Eine besonders faszinierende Fundgruppe stellen 107 Geldstücke aus hellenistischer bis byzantinischer Zeit dar, die bei modernen Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten am Apollontempel zum Beispiel unter Säulen oder Wandquadern zutage traten. Während einige Münzen ganz einfach verloren gegangen sein dürften, wurden die zwischen architektonischen Elementen entdeckten Exemplare vermutlich absichtlich dort deponiert.

Doch wann hat man die Gepräge genau abgelegt – bereits während des Bauprozesses oder erst zu einem späteren Zeitpunkt? Handelte es sich vielleicht um baubegleitende Opfer, Weihegaben von Gläubigen oder Glücksbringer von Handwerkern?

Die aktuelle Sonderausstellung des kelten römer museums „Kunst in Miniatur – Antike Gemmen aus Bayern“ ist am 20. Oktober 2021 bis zum Beginn des Vortrages geöffnet.

WICHTIG: 
Nach derzeitigen Corona-Bestimmungen gilt die 3G-Regel. Zugang zum Vortrag erhalten nur Personen, die vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Akzeptiert werden PCR-Tests (max. 48 Stunden) und Antigen-Schnelltests (max. 24 Stunden), allerdings keine Selbsttests. Im kelten römer museum ist ein medizinischer Mund-Nasenschutz oder eine FFP2-Maske zu tragen. Zudem werden Kontaktdaten erfasst. Eine Voranmeldung ist – nach aktuellem Stand – nicht erforderlich.

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Ratten, Gräber und Ikonen – Zur ersten Welle der Justinianischen Pest

Mittwoch, 29.09.2021, 18:00 Uhr
Tobias Esch M.A. (kelten römer museum manching)

In der Regierungszeit des spätantiken Kaisers Justinian I. (527–565 n. Chr.) brach eine Seuche aus, von der zeitgenössische Autoren wie Prokop oder Johannes von Ephesos ein fast schon apokalyptisches Bild zeichnen. Ihnen zufolge wirkte die sogenannte Justinianische Pest pandemisch, forderte zahllose Todesopfer und befiel Menschen jeglicher Konstitution und ungeachtet ihres Alters, Wohnsitzes und Standes. Sogar Justinian erkrankte so schwer, dass Gerüchte über seinen Tod die Runde machten.

Doch handelte es sich bei der Seuche wirklich um DIE Pest? Wo und wann brach sie zuerst aus und wie schnell konnte sie sich verbreiten? Auf welchem Weg gelangte sie nach Konstantinopel? Wie sind die historischen Berichte über die Opferzahlen zu bewerten? Welche Auswirkungen hatte die Pandemie? Und wie gingen die Menschen mit der tödlichen Gefahr um?

Museumsleiter Tobias Esch gibt in seinem reich bebilderten Vortrag einen spannenden Überblick zur ersten Welle der Justinianischen Pest in den Jahren 541 bis 543 n. Chr. und richtet den Fokus dabei vorrangig auf den östlichen Mittelmeerraum. Vorgestellt werden aber auch ausgewählte Gräberfelder in Bayern, die neue Erkenntnisse zur Seuche lieferten.

WICHTIG:
Nach aktuellen Corona-Bestimmungen gilt die 3G-Regel. Zugang zum Vortrag erhalten nur Personen, die vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Akzeptiert werden PCR-Tests (maximal 48 Stunden) und Antigen-Schnelltests (maximal 24 Stunden). Selbttests werden dagegen nicht anerkannt. Im kelten römer museum ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP2-Maske zu tragen. Zudem werden die Kontaktdaten der Gäste erfasst.

Die aktuelle Sonderausstellung »Kunst in Miniatur – Antike Gemmen aus Bayern« ist bis zum Beginn des Vortrages geöffnet.

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Kunst in Miniatur – Antike Gemmen aus Bayern

24. Juli 2021 bis 6. Februar 2022
Neue Sonderausstellung im kelten römer museum manching

Eine Sonderausstellung der Archäologischen Staatssammlung in Kooperation mit dem kelten römer museum

»Und je kleiner etwas ist, umso größeres Staunen ruft die Erfindungsgabe und Geschicklichkeit des Künstlers hervor.« So brachte der berühmte Mediziner Galen von Pergamon (2./3. Jahrhundert n. Chr.) seine Begeisterung für die faszinierende Miniaturkunst antiker Gemmen zum Ausdruck.

Diese farbig schillernden Schmucksteine dienten – meist in Ringe eingesetzt – nicht allein als modische Accessoires und Statussymbole, sondern auch zum Siegeln von Dokumenten, zum Schutz vor bösen Mächten, als Glücksbringer oder Liebesgeschenke. Ihre filigranen Motive umfassen Götter, Tiere, Herrscherporträts, Szenen aus der griechisch-römischen Mythologie und vieles mehr.

Antike Gemmen gelangen oft ohne konkrete Herkunftsangaben in öffentliche und private Sammlungen. Die Sonderausstellung präsentiert hingegen Exemplare aus der Archäologischen Staatssammlung, für die jeweils ihr bayerischer Fundort und meist sogar ihr archäologischer Kontext bekannt sind. So können sie Auskunft über das Leben in den römischen Provinzen auf dem Gebiet des heutigen Bayern geben.

Auch im mittelalterlichen und neuzeitlichen Bayern erfreuten sich antike Gemmen großer Beliebtheit und wurden vielfach nachgeahmt. Die Ausstellung zeigt – exklusiv am Standort Manching – beeindruckende Beispiele aus dem kirchlichen und höfischen Kontext, beleuchtet die Aspekte Sammeln und Forschen und stellt einen modernen Gemmenschneider aus Passau näher vor.

Publikationen
Gertrud Platz-Horster, Antike Gemmen aus Bayern, Ausstellungskataloge der Archäologischen Staatssammlung 42 (München 2018)
Tobias Esch (Hrsg.), »Die Ideen der Alten…« Zum Nachleben antiker Glyptik in Bayern, Schriften des kelten römer museums manching 14 (Manching 2021; in Druckvorbereitung)

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In die Wand geritzt – Graffiti aus dem römischen Pompeji

Dienstag, 20.07.2021, 18:00 Uhr
Dr. Polly Lohmann (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)

Durch den Vesuvausbruch konserviert, haben sich in Pompeji Tausende von geritzten Inschriften erhalten: Texte, Zahlen, Zeichnungen, Alphabete und vieles mehr. Sie finden sich an den Wänden von öffentlichen Gebäuden und Läden genauso wie in Wohnhäusern. Dies zeigt bereits, dass sich die antiken Graffiti von ihren modernen Namenspendants deutlich unterscheiden.

Aber wie wurden die Graffiti gemacht, und wer steckte dahinter? Im 19. Jahrhundert hat man sie erstmals im Corpus Inscriptionum Latinarum dokumentiert, doch wurden die pompejanischen Graffiti lange Zeit nur sehr selektiv erforscht. Die Geringschätzung dieser Quellen aus dem antiken Alltag hat sich erst in den letzten Jahren deutlich gewandelt.

Polly Lohmann geht in ihrem spannenden Vortrag den Fragen nach Form und Funktion antiker Graffiti nach. Dabei stellt sie Inhalte, Anbringungsorte und Techniken des Graffitischreibens vor, um einen Einblick in die Welt der antiken Graffiti und ihrer Urheber zu geben. Denn anders als populärwissenschaftliche Beiträge gerne vermitteln, bestanden die Graffiti Pompejis nicht nur aus Obszönitäten, sondern sind einen genaueren Blick wert.

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Archäologie im Blumengarten – Das Rätsel der Antiken von der Roseninsel

Mittwoch, 30.06.2021, 18:00 Uhr
Dr. Harald Schulze (Archäologische Staatssammlung München)

Die Roseninsel im Starnberger See diente seit der Steinzeit als geschützter Siedlungsplatz, als Kultplatz und Begräbnisstätte. Seit 2011 gehört sie zum UNESCO Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“. In den Beständen der Archäologischen Staatssammlung München finden sich zahlreiche Zeugnisse der wechselvollen Geschichte der Roseninsel.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts ließ König Maximilian II. die Insel zu seiner Sommerresidenz umgestalten. Dies war Teil seines Planes, die Region um den Starnberger See zu einer Art bayerischem Potsdam umzugestalten. Der wissenschaftlich interessierte König sammelte archäologische Funde von der Roseninsel und stellte sie vor Ort im Casino aus.

In seinem Vortrag skizziert Harald Schulze die Kulturgeschichte und archäologische Forschungsgeschichte der Roseninsel. Eine besondere Rolle nimmt dabei die Rekonstruktion und wissenschaftliche Analyse der königlichen Sammlung aus dem Casino ein.

Beitrag des kelten römer museums manching zur Landesgartenschau Ingolstadt 2021.

WICHTIG: Aufgrund geltender Corona-Bestimmungen ist die Teilnehmerzahl der Veranstaltung auf 35 Personen begrenzt. Bitte melden Sie sich bei Interesse per E-Mail unter info@museum-manching.de mit Angabe ihres Namens, ihrer Adresse und Telefonnummer bis spätestens Montag, den 28. Juni 2021, verbindlich zur Veranstaltung an. Familienmitglieder und Angehörige eines Haushaltes sollten eine gemeinsame Anmeldung vornehmen. Das kelten römer museum meldet sich zurück, ob die Anmeldung angenommen wurde.

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Neustart und Perspektiven

Das kelten römer museums manching öffnet am 19.05.2021 wieder seine Türen

Nachdem das kelten römer museum manching aufgrund der Corona-Krise in diesem Jahr bislang nur an zehn kurzen Tagen für den Publikumsverkehr zugänglich war, soll am Mittwoch, den 19. Mai 2021, nun eine hoffentlich dauerhafte Wiedereröffnung erfolgen. Auf die Besucher warten spektakuläre Funde aus der Keltenstadt von Manching und dem Römerkastell von Oberstimm.

„Die Corona-Inzidenzzahlen im Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm sind aktuell stark rückläufig“, freut sich Museumsleiter Tobias Esch. Daher habe er sich mit seinem Team dazu entschlossen, das Museum zumindest wieder für Einzelbesucherinnen und -besucher sowie zusammengehörige Kleingruppen zu öffnen. „Eine Durchführung von Veranstaltungen und museumspädagogischen Programmen ist derzeit aber leider noch nicht möglich“, bedauert Esch.

Das bewährte Schutz- und Hygienekonzept ermöglicht den Gästen einen sicheren Besuch, zumal die weitläufige Dauerausstellung von einer leistungsstarken Klima- und Lüftungsanlage stetig mit Außenluft versorgt wird. Ein wesentliches Element ist die klar ersichtliche Wegeführung, die Begegnungen im Museum vermeiden soll. Die Besucher müssen untereinander und zum Museumspersonal 1,5 Meter Abstand halten und zudem eine FFP2-Maske tragen. Bei Kindern und Jugendlichen von 6 bis 14 Jahren ist zumindest ein einfacher Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben. Die Kleinsten sind auch davon befreit.

Angesichts weiterhin schwankender Corona-Inzidenzwerte im Landkreis Pfaffenhofen bittet Esch: „Vor dem Besuch des kelten römer museums sollte man sich rechtzeitig telefonisch informieren, ob eine Terminbuchung erforderlich ist.“ Auskunft erhalten die Besucher unter der Nummer 08459/32373-0. Verbindliche Terminbuchungen sollten möglichst bis 15:00 Uhr am Vortag des Besuchs vorgenommen werden. Die von Bund und Ländern vereinbarten und auch in Bayern geltenden Corona-Regelungen sehen vor, dass die Pflicht zur Registrierung und Terminbuchung nur bei einer konstanten Unterschreitung der 7-Tage-Inzidenz von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern entfallen kann, was im Landkreis Pfaffenhofen aktuell (noch) nicht gegeben ist.

„Unsere Besucherinnen und Besucher können sich in den nächsten Wochen auf einige besondere Angebote freuen“, informiert Esch. Am Mittwoch, den 2. Juni 2021, feiert das kelten römer museum sein 15-jähriges Bestehen. An diesem Tag ist der Eintritt frei. Zudem startet – mit zweimonatiger Verzögerung – endlich das Quiz „Professor von Eulenschnurz: Jäger des verworrenen Quatsches“. Das humoristische Suchspiel ist für Menschen ab 10 Jahren empfohlen und winkt mit tollen Preisen. Ab Samstag, den 24. Juli 2021, ist dann die neue Sonderausstellung „Kunst in Miniatur: Antike Gemmen aus Bayern“ zu sehen. Sie präsentiert farbige Schmucksteine der Römerzeit, in die filigrane Miniaturbilder mit faszinierenden Motiven eingeschnitten sind. Die Gäste erfahren auch, wie die antike Steinschneidekunst im mittelalterlichen und neuzeitlichen Bayern aufgegriffen wurde: von der Wiederverwendung alter Gemmen über ihre Erforschung und Sammlung bis hin zum Schnitt neuer Steine mit antiken Motiven, die man häufig zu Repräsentationszwecken nutzte.

Illustration: Dorothea Blankenhagen

Hinweis: Weitere Pressemitteilungen zu den Aktionen beim 15-jährigen Jubiläum des kelten römer museums und zur Sonderausstellung „Kunst in Miniatur: Antike Gemmen aus Bayern“ folgen.

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