Archiv für den Monat: November 2019

Die Mysterien des Mithras – Ein orientalischer Kult in Konkurrenz zum Christentum

Kostenfreier Abendvortrag:
Prof. em. Dr. Peter Herz(Universität Regensburg)
spricht zum Thema:
„Die Mysterien des Mithras – Ein orientalischer Kult in Konkurrenz zum Christentum“

Der Kult des Mithras gehörte zu den populärsten Religionen der römischen Kaiserzeit und erfreute sich vor allem in den Grenzregionen entlang von Rhein und Donau großer Beliebtheit. Da keine ausführlichen Kultsatzungen überliefert sind, die die Theologie des Mithras fassbar machen, ist vor allem auf archäologische Zeugnisse, Inschriften sowie gelegentliche schriftliche Zeugnisse zurückzugreifen.

Auf dieser Grundlage entwirft Peter Herz folgendes Bild: Beim Mithraismus handelte sich um einen Mysterienkult, der in kleinen lokalen Einzelgemeinden organisiert war und in dem die Gläubigen über eine Abfolge von Weihestufen zum obersten Rang eines „Vaters“ (pater) aufsteigen konnten. Mithras wurde von den Gläubigen sehr oft zusammen mit dem Sonnengott angerufen, d. h. es war ein Kult, der sich an der Verehrung der Sonne und der Gestirne orientierte. Der Kult existierte nicht isoliert, sondern Mithras stand in Konkurrenz zu einer Reihe von anderen orientalischen Gottheiten, etwa zum Christentum.

Die Dauerausstellung ist bis zum Beginn des Vortrages geöffnet.

Die Pest – Geschichte und Archäologie einer Seuche

Kostenfreier Abendvortrag
Dr. Stefan Leenen(LWL-Museum für Archäologie, Herne)
spricht zum Thema:
„Die Pest – Geschichte und Archäologie einer Seuche“

Was ist die Pest? Wo liegen die ältesten Nachweise? Wie sind die überlieferten Ausbrüche zu werten? Wie gingen die Menschen mit dieser Gefahr um? Was taten Ärzte, Politiker und Geistliche im Angesicht der existenziellen Krisen? Und: Welche Auswirkungen hatte die Seuche auf Religion, Wirtschaft, Kunst und Gesellschaft?

Stefan Leenen entführt die Zuhörer auf eine Reise durch die dramatische und faszinierende Geschichte der Pest und stellt auch die archäologischen Relikte dieser unheilvollen Krankheit vor. Sein Vortrag beginnt in der Steinzeit, um über den ersten gut überlieferten Ausbruch im 6. Jahrhundert n. Chr. zunächst bis zum berüchtigten „Schwarzen Tod“ zu führen, dem im 14. Jahrhundert ein großer Teil der europäischen Bevölkerung zum Opfer fiel. Über die nächsten Jahrhunderte war die Pest ein steter Begleiter der Menschen. Sie suchte nahezu jede Generation unbarmherzig heim. Aus der völlig unerwarteten Katastrophe war nun eine ständige Bedrohung geworden, die jederzeit tödliche Wirklichkeit werden konnte.

Im 18. Jahrhundert verschwand die Pest weitgehend aus Europa, um kurz vor 1900 ein weiteres Mal weltweit Angst und Schrecken zu verbreiten. Auch heute ist das tödliche Potenzial der Krankheit noch immer vorhanden, wie 2017 der jüngste, vergleichsweise glimpflich verlaufene Ausbruch auf Madagaskar gezeigt hat.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist bis Vortragsbeginn geöffnet.