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Kostenfreier Vortrag „Aus Barbaren werden Römer: Segobriga – Vom keltiberischen Oppidum zur römischen Stadt“

wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt
Prof. Dr. Markus Trunk (Universität Trier)

Nach Hispanien eingewanderte Kelten vermischten sich in vorrömischer Zeit mit einheimischen Iberern. Diese von den Römern „Keltiberer“ genannten Stämme leisteten der römischen Eroberung lange Zeit energischen, wenn auch letztlich erfolglosen Widerstand. Schließlich veränderten auch die keltiberischen Siedlungen ihr Gesicht und wurden zu römischen Städten.

Am Beispiel von Segobriga auf der kastilischen Hochebene lässt sich dieser städtebauliche Wandel besonders gut nachvollziehen. Er setzte in der Regierungszeit des Kaisers Augustus ein, die Charakteristika des keltiberischen Ortes verschwanden völlig. An seiner Stelle entstand eine römische Musterstadt mit Forum, Thermen, Theater, Amphitheater und sogar einem Circus für Pferderennen. Vom neuen Selbstverständnis der Bewohner als römische Bürger legen Statuen und Inschriften eindrucksvoll Zeugnis ab.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist am 18. März 2020 bis zum Beginn des Vortrages geöffnet.

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1000 km und noch kein Ende – Der Donaulimes auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe

Mittwoch, 12.02.2020, 18:00 Uhr
Prof. Dr. C. Sebastian Sommer (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, München)

Des Römers liebste Grenzen waren große Flüsse. Nur dann, wenn keine solchen zur Verfügung standen, bauten sie die für uns heute so spektakulären Landgrenzen, wie den Obergermanisch-Raetischen Limes in Deutschland, die Hadriansmauer in England und den Antoninuswall in Schottland mit ihren physischen Barrieren. An den Flussgrenzen bildete dagegen der Fluss selbst die „Bremse“, die zu kontrollieren war und die den Gegner aufhalten sollte.

An der Donau, deren erste 1000 km lange Strecke nun von Deutschland, Österreich, der Slowakei und Ungarn mit einem aufwändigen Antrag als UNESCO-Welterbe nominiert wurde, errichtete man vom 1. bis zum 5. Jahrhundert – wie Perlen an einer Kette gereiht – Legionslager, Hilfstruppenkastelle und Wachttürme samt den zugehörigen Einrichtungen der Infrastruktur. Thema des Vortrags wird neben dem Donaulimes selbst der komplizierte Weg zum UNESCO-Welterbe sein.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist bis zum Beginn der Veranstaltung geöffnet.

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Kostenfreier Vortrag „Mauern – Gruben – Tore. Das keltische Oppidum von Kelheim“

Mittwoch, 22.01.2020, 18:00 Uhr
Dr. Bernd Sorcan (Archäologisches Museum Kelheim)

Das keltische Oppidum Alkimoennis – der Name ist durch den antiken Geographen Ptolemaios überliefert – erstreckte sich in strategisch günstiger Lage von der Altstadt Kelheims über den Michelsberg bis hin zum Eingang des Donaudurchbruchs bei Weltenburg. Mit einer Innenfläche von über 600 Hektar war es eines der flächengrößten Oppida Deutschlands. Alleine die umgebenden Mauen hatten eine Gesamtlänge von rund 10 Kilometern.

War Alkimoennis also ein Oppidum der Superlative? Bislang erfolgten leider nur kleinere archäologische Ausgrabungen und Notbergungen. Dennoch lassen sich zusammen mit Zufalls- und Lesefunden wichtige Fragen beispielsweise zur Siedlungsstruktur, Wirtschaftsweise oder zu umweltbeeinflussenden Faktoren beantworten. Bernd Sorcan wird in seinem Vortrag einen spannenden Überblick zum aktuellen Wissensstand über das Oppidum zwischen Donau und Altmühl mit seinen heute noch gut sichtbaren Mauern, Gruben und Toren geben.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist bis zum Beginn der Veranstaltung geöffnet.

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Weihnachtsbazar mit Begleitprogramm

Das kelten römer museum manching und der Keltisch-Römische Freundeskreis Manching e.V. laden Euch am Sonntag, den 15. Dezember 2019, ab 10:00 Uhr wieder zu einem großen Weihnachtsbazar mit Begleitprogramm ein.

ganztägig: Flohmarkt sowie Kuchen und Glühweintisch

11:00 und 13:00 Uhr: Die Geschichtenerzählerin Ulrike Mommendey trägt winterliche und weihnachtliche Märchen vor.

14:00 Uhr: „Tränen der Götter – Dein Bernsteinamulett“
Workshop für Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren

15:30 Uhr: Offene Führung „Keltengold und Römerschiffe“

Musik: Die Krautbläser spielen Weihnachtslieder.

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Die Mysterien des Mithras – Ein orientalischer Kult in Konkurrenz zum Christentum

Kostenfreier Abendvortrag:
Prof. em. Dr. Peter Herz(Universität Regensburg)
spricht zum Thema:
„Die Mysterien des Mithras – Ein orientalischer Kult in Konkurrenz zum Christentum“

Der Kult des Mithras gehörte zu den populärsten Religionen der römischen Kaiserzeit und erfreute sich vor allem in den Grenzregionen entlang von Rhein und Donau großer Beliebtheit. Da keine ausführlichen Kultsatzungen überliefert sind, die die Theologie des Mithras fassbar machen, ist vor allem auf archäologische Zeugnisse, Inschriften sowie gelegentliche schriftliche Zeugnisse zurückzugreifen.

Auf dieser Grundlage entwirft Peter Herz folgendes Bild: Beim Mithraismus handelte sich um einen Mysterienkult, der in kleinen lokalen Einzelgemeinden organisiert war und in dem die Gläubigen über eine Abfolge von Weihestufen zum obersten Rang eines „Vaters“ (pater) aufsteigen konnten. Mithras wurde von den Gläubigen sehr oft zusammen mit dem Sonnengott angerufen, d. h. es war ein Kult, der sich an der Verehrung der Sonne und der Gestirne orientierte. Der Kult existierte nicht isoliert, sondern Mithras stand in Konkurrenz zu einer Reihe von anderen orientalischen Gottheiten, etwa zum Christentum.

Die Dauerausstellung ist bis zum Beginn des Vortrages geöffnet.

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Die Pest – Geschichte und Archäologie einer Seuche

Kostenfreier Abendvortrag
Dr. Stefan Leenen(LWL-Museum für Archäologie, Herne)
spricht zum Thema:
„Die Pest – Geschichte und Archäologie einer Seuche“

Was ist die Pest? Wo liegen die ältesten Nachweise? Wie sind die überlieferten Ausbrüche zu werten? Wie gingen die Menschen mit dieser Gefahr um? Was taten Ärzte, Politiker und Geistliche im Angesicht der existenziellen Krisen? Und: Welche Auswirkungen hatte die Seuche auf Religion, Wirtschaft, Kunst und Gesellschaft?

Stefan Leenen entführt die Zuhörer auf eine Reise durch die dramatische und faszinierende Geschichte der Pest und stellt auch die archäologischen Relikte dieser unheilvollen Krankheit vor. Sein Vortrag beginnt in der Steinzeit, um über den ersten gut überlieferten Ausbruch im 6. Jahrhundert n. Chr. zunächst bis zum berüchtigten „Schwarzen Tod“ zu führen, dem im 14. Jahrhundert ein großer Teil der europäischen Bevölkerung zum Opfer fiel. Über die nächsten Jahrhunderte war die Pest ein steter Begleiter der Menschen. Sie suchte nahezu jede Generation unbarmherzig heim. Aus der völlig unerwarteten Katastrophe war nun eine ständige Bedrohung geworden, die jederzeit tödliche Wirklichkeit werden konnte.

Im 18. Jahrhundert verschwand die Pest weitgehend aus Europa, um kurz vor 1900 ein weiteres Mal weltweit Angst und Schrecken zu verbreiten. Auch heute ist das tödliche Potenzial der Krankheit noch immer vorhanden, wie 2017 der jüngste, vergleichsweise glimpflich verlaufene Ausbruch auf Madagaskar gezeigt hat.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist bis Vortragsbeginn geöffnet.

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NEUWAHLEN BEIM KELTISCH-RÖMISCHEN FREUNDESKREIS

Als der Keltisch-Römische Freundeskreis Heimatverein e.V. in Manching vor 45 Jahren, genau am 25.Oktober 1984 auf Initiative von Herbert Mayr gegründet wurde, dachte noch keiner daran, dass bereits 2006 der langgehegte Wunsch – ein eigenes Museum in Manching- in Erfüllung geht.

Der Verein mit seinen 230 Mitgliedern hat sich, zur Aufgabe gemacht ,dar Bevölkerung die keltisch-römische Geschichte, die Manching geprägt hat, lebendig zu halten. Der Vorsitzende Georg Schweiger zog auf der Jahresversammlung vor 35 anwesenden Mitgliedem Bilanz über die ehrenamtlichen Aktivitäten im und rund um das Museum. Besonders hob Schweiger die Verabschiedung des langjährigen Museumsleiters Dr. Wolfgang David im Jahr 2018 hervor, erwähnte zudem den neuen Museumsleiter Tobias Esch und die Rückkehr eines Original nachgebauten römischen Schiffes, das zuerst im Feilenmoos und nochmals im Ortsbereich in der Paar Wasser gelassen wurde. Dieses Spektakel wurde mit der Bevölkerung zusammen mit einem Fest gebührend gefeiert.

Verschiedene Vortragsveranstaltungen über archäologische Themen, Besichtigung von Ausgrabungen, Konzertveranstaltungen im Museum, Fahrten ins Kriegsarchiv nach München und zum Geschichtspark Bärnau-Tachov oder eine Fahrt der Jugendgruppe zum Römerfest nach Eining waren nur einige Highlights im Vereinsjahr. Zu den ehrenamtlichen Tätigkeiten gehören auch unterstützende Aufgaben wie das Rasenmähen rund um das Museumgelände, Museumsaufsichten und die freiwilligen Kuchenspenden für die Cafeteria. Die freiwillig erbrachten Leistungen summierten sich laut Schweiger auf über 350 Stunden. Einen besonderen Dank sprach der Vorsitzende den Fördermitgliedern aus, ohne deren finanzielle Unterstützung der Museumsablauf nicht zu bewältigen sei.

Vor der anberaumten Neuwahl aller Vorstandsmitglieder wurde der stellvertretende Vorsitzende Otto Raith, die Schriftführerin Eva Schöll und der Kassenprüfer Martin Heilmeier vom Gremium verabschiedet.

Gewählt wurden zum Vorsitzenden Georg Schweiger, sein Vertreter ist Heribert Mayr, Schatzmeister Richard Krammer, Schriftführerin Birgid Neumayr. Drei Beisitzer Günter Müller, Johannes Gilhaus und Peter Bergmeier verstärken das Gremium. Als Verbandsräte in den Zweckverband wurden Georg Schweiger, Otto Raith, Heribert Mayr, Richard Krammer und Peter Bergmeier gewählt. Zu deren Vertreter wurden Johannes Langner, Birgid Neumayr und Maria Froschmeier gewählt.

Max Schmidtner
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Tag des offenen Denkmals

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 8. September, steht unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Dass es nicht erst in jüngerer Zeit zu bedeutenden Neuerungen kam, zeigt das kelten römer museum manching mit einem spannenden Programm.

10:00 UhrRadtour „Steinzeit – topmodern!“ nach Oberstimm und Mändlfeld mit Dr. Joachim PechtlDie Tour umfasst eine Strecke von 15 km und dauert ca. 2,5 Stunden. Sie führt zu den frühesten Fundstellen in der Umgebung und zeigt die gewaltigen Umbrüche auf, die durch die Erfindung der Landwirtschaft und Sesshaftwerdung der Menschen vollzogen wurden.

13:00 UhrFührung „Planstädte & Schnellboote – Innovationen der Antike“ durch die Dauerausstellung mit Museumsleiter Tobias Esch M.A.Meister des Städtebaus waren Griechen und Römer, die nahezu die gesamte Mittelmeerwelt urbanisierten und ihre Städte planmäßig anlegten. Als die Kelten verstärkt mit diesen Zentren in Kontakt traten, ließen sie sich bei der Anlage ihrer eigenen Städte – etwa dem Oppidum von Manching – von den mediterranen Vorbildern inspirieren. Vom antiken Erfindergeist zeugen auch die beiden Schiffswracks aus Oberstimm. Die römischen Patrouillenboote sind in der sogenannten Nut-und-Feder-Technik erbaut, die im alten Ägypten erfunden wurde. Mit dem römischen Militär gelangte dieses Wissen im 1. Jahrhundert n. Chr. dann schließlich in das Gebiet nördlich der Alpen.

14:00 UhrRadtour „Architektur für Tote“ in das Lauterbacher Holz mit Dr. Joachim PechtlFür diese Tour ist aufgrund der Länge von 3 Stunden und der Strecke von 30 km eine ausreichende Fitness erforderlich. Die Teilnehmer werden jedoch durch die Besichtigung eines der wichtigsten Grabhügelfelder Bayerns belohnt, das in der mittleren Bronzezeit angelegt wurde.

14:30 UhrWorkshop „Schlüsseltäschchen mit keltischem Motiv“ für Kinder und Jugendliche ab 8 JahrenUnter der Leitung von Museumspädagogin Barbara Limmer M.A. fertigen die Teilnehmer ein Schlüsseltäschchen aus Leder an, das sie mit einem keltischen Motiv versehen. Damit begeben sie sich in die Tradition der Kelten, die ihre Häuser bereits mit Schlössern sicherten. Hiervon zeugen zum Bespiel zahlreiche Schlüssel und Schlossbleche, die in der Keltenstadt von Manching gefunden wurden.

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Buchpräsentation und Vortrag von PD Dr. Markus Schußmann (FU Berlin)

Das kelten römer museum manching und der Verlag Friedrich Pustet veranstalten am Dienstag, den 1. Oktober 2019, gemeinsam eine Buchpräsentation und einen Vortrag von PD Dr. Markus Schußmann (Freie Universität Berlin).

Ab September 2019 ist Schußmanns neues Buch „Die Kelten in Bayern – Archäologie und Geschichte“ für 39,95 Euro im Shop des kelten römer museums und im Buchhandel erhältlich. Der 424 Seiten dicke und durchgehend farbig bebilderte Band stellt die Kultur der Kelten in Bayern umfänglich, detailliert und anschaulich dar und knüpft sie an die räumlich, kulturell und zeitlich übergeordneten Zusammenhänge an.

Am 1. Oktober hält der Autor im kelten römer museum ab 18:00 Uhr einen kostenfreien Abendvortrag zum Thema „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit… – Ausgrabung und Rekonstruktion des Westtores auf dem Staffelberg“.

Der oberfränkische Landkreis Lichtenfels plant die Rekonstruktion eines Tores des spätkeltischen Oppidums auf dem Staffelberg am originalen Standort. Dazu musste die Toranlage im Vorfeld archäologisch untersucht werden, wobei nicht nur unerwartet gut erhaltene Befunde zutage traten. Auch zahlreiche Details zum Ablauf der keltischen Bauarbeiten, zur architektonischen Gestaltung und zur kultisch-religiösen »Aufladung« des Bauwerks konnten die Archäologen rekonstruieren. Vieles davon ist bisher einzigartig im keltischen Bereich östlich des Rheins.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist bis zum Beginn des Vortrages geöffnet.

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